07.10.26 – Ausstellung im Stadtmuseum Fürth

Bruder feiert 100 Jahre Spielzeuggeschichte in Fürth

Von der kleinen Werkbank in Burgfarrnbach zum international erfolgreichen Spielwarenhersteller: Eine Sonderausstellung im Stadtmuseum Fürth zeichnet die Entwicklung des Familienunternehmens Bruder nach – mit historischen Exponaten, Modellfahrzeugen und einer Spielfläche.

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Originale Exponate, spannende Geschichten und zahlreiche Modelle geben Einblicke in die Entwicklung der Marke. © Bruder/Stadtmuseum Fürth

 
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Oberbürgermeister Thomas Jung und Paul Heinz Bruder freuen sich über den Start der Sonderausstellung „Von der Werkbank zur Weltmarke – Bruder Spielwaren: 100 Jahre Fürther Unternehmensgeschichte“. © Meisenbach

 
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Bruder Spielwaren blickt auf eine hundertjährige Unternehmensgeschichte zurück. Anlässlich des Jubiläums zeigt das Stadtmuseum Fürth ab heute, Mittwoch, den 7. Oktober 2026, die Sonderausstellung „Von der Werkbank zur Weltmarke – Bruder Spielwaren: 100 Jahre Fürther Unternehmensgeschichte“. Die Schau ist bis zum 4. April 2027 zu sehen und entstand in Zusammenarbeit mit der Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG. Originale Exponate, Geschichten aus der Unternehmensgeschichte und zahlreiche Modelle geben Einblicke in die Entwicklung der Marke. Eine Spielfläche lädt junge und erwachsene Besucher zum Ausprobieren ein.

Den Anfang machte 1926 der Elektriker Paul Bruder. Nachdem er arbeitslos geworden war, begann er mit einer Handstanze Metall-Stimmenplättchen für die Spielwarenindustrie herzustellen. Die Plättchen fanden u. a. Verwendung in Spielzeugtrompeten. In den 1950er-Jahren stieg sein Sohn Heinz, ein Werkzeugmachermeister, in das Unternehmen ein. Er setzte früh auf den Werkstoff Kunststoff, investierte in Spritzgussmaschinen und entwickelte neben Zulieferteilen auch eigene Spielzeuge.

1975 trat das Familienunternehmen auf der Nürnberger Spielwarenmesse erstmals als eigenständige Marke auf. Zum Sortiment gehörten damals u. a. Kleinspielzeuge, Wasserpistolen, Mundharmonikas, Traktoren und Kräne. 1987 kam mit Diplom-Ingenieur Paul Heinz Bruder die dritte Generation ins Unternehmen. Er entwickelte das Konzept modellmäßiger Spielfahrzeuge im Maßstab 1:16 weiter und ergänzte es um Lizenzkooperationen.

Mit dem Wachstum kamen auch internationale Standorte hinzu: 2000 eröffnete Bruder ein Vertriebsbüro in den USA, 2014 einen weiteren Produktionsstandort in Pilsen. Dem Stammsitz in Fürth-Burgfarrnbach ist das Unternehmen dabei treu geblieben. Heute arbeiten dort rund 500 Mitarbeiter an der Entwicklung und Produktion der Spielzeuge.

Bei der Präsentation der Ausstellung dankte Paul Heinz Bruder Oberbürgermeister Thomas Jung für die Initiative und dem Stadtmuseum für die Umsetzung. „100 Jahre Familienunternehmen – das ist Tradition, aber auch Herausforderung für die Zukunft, weiterhin als produzierendes Unternehmen die Spielwarenindustrie in der Region am Leben zu erhalten“, sagte er. Jung zeigte sich von der „eindrucksvollen Schau“ begeistert und hob die bewegende Familiengeschichte von der regionalen Werkbank bis zum Globalplayer hervor: „Gleichzeitig ist die Familie Bruder immer bescheiden und stark verwurzelt geblieben in Fürth, das bewegt mich sehr.“