01.10.26 – The Toy Association
US-Zollentlastung für Spielwaren?
Im neuen Handelsrahmen zwischen den USA und China sind Spielwaren als nicht sensible Güter für eine bevorzugte Zollbehandlung eingestuft. Die konkreten Zollsätze stehen noch aus. Nach Angaben der Toy Association bilden Spielwaren die größte Warengruppe auf der US-Liste möglicher Entlastungen.
Die US-Spielwarenbranche könnte von einer Zollentlastung im Handel mit China profitieren. Das Weiße Haus hatte Spielwaren am 26. September als nicht sensible Güter benannt, für die im Rahmen des neu geschaffenen U.S.-China Board of Trade eine bevorzugte Zollbehandlung vorgesehen ist. Der US-Branchenverband The Toy Association begrüßte die Entscheidung.
Nach Angaben des Verbands entfallen auf Spielwaren rund 9,8 Milliarden US-Dollar des Einfuhrvolumens von insgesamt 30 Milliarden US-Dollar, das auf der Entlastungsliste erfasst ist. Damit stellen sie die größte Warengruppe auf der Liste dar. Chinesische Vertreter hätten zudem signalisiert, dass für mehr als 90 Prozent der vom Handelsrahmen erfassten Produkte wieder Meistbegünstigungszölle gelten könnten.
Die endgültige Anpassung der Zollsätze ist jedoch noch nicht bestätigt. Auch welche konkreten Sätze für Spielwaren und Spiele aus China gelten werden, ist damit offen. The Toy Association verwies auf die Bedeutung der möglichen Entlastung für US-Spielwarenunternehmen und Familien. 96 Prozent der US-Spielwarenunternehmen seien kleine Betriebe, sagte Verbandspräsident und CEO Greg Ahearn. Er bezeichnete die Aufnahme der Spielwaren in die Liste als wichtigen Erfolg für die Branche – insbesondere mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft.
Der Verband erklärte, er werde die weiteren Entscheidungen der US-Regierung und des Handelsbeauftragten USTR abwarten. Die Entwicklung betrifft den US-Handel mit China; konkrete Auswirkungen auf andere Märkte gehen aus der Mitteilung nicht hervor.



