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08.09.17 – Baby- und Kinderausstattungsbranche

BVS: Mehr Ausgaben für den Nachwuchs

Der Handel mit Kinderausstattung profitiert vom Babyboom: Das gab der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) in Köln bekannt.

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Auch die Ausgaben für Baby- und Kinderausstattung in den ersten drei Lebensjahren sind 2016 angestiegen. © BVS

 
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Gesättigt: Für 2016 verzeichnet das Verbraucherpanel Spielwaren der npdgroup nur ein leichtes Plus. © npdgroup

 

„Wer einen sicheren Job hat, gründet eher eine Familie und will auch mehr Kinder. Und wenn Mutter und Vater dank Kinderbetreuung beide arbeiten, steht mehr Geld für Baby- und Kinderausstattung zur Verfügung. Großeltern, Tanten und Onkel sind natürlich wichtige Sponsoren jeder jungen Familie“, sagte Steffen Kahnt, stellvertretender Geschäftsführer des BVS. Aufgrund der stabilen Beschäftigungssituation und ausgebauter Betreuungsangebote in Deutschland erwartet der BVS eine weiterhin stabile bis steigende Geburtenrate und gibt somit auch den Baby- und Kinderausstattern Hoffnung auf weitere Umsatzsteigerungen. Hier sind die wichtigsten Ergebnisse des BVS im Überblick:

 

Mehr Ausgaben in den ersten drei Lebensjahren

Deutsche Eltern gaben 2016 für Kinder in den ersten drei Lebensjahren nach Einschätzung der IFH Retail Consultants rund 2,5 Mrd. € aus. Dies bedeutet eine Investition von 4 % mehr als im Vorjahr, hier waren es rund 2,4 Mrd. €. Pro Kind sind das umgerechnet 1125 € pro Kind.

 

Leichter Umsatzanstieg bei Baby- und Kleinkindspielzeug

Die Deutschen gaben 2016 rund 529 Mio. € für Baby- und Kleinkindspielzeug aus. Nach Angaben der npdgroup wuchs damit der Umsatz für die Altersgruppe 0 bis 3 um zarte 0,8 %, während der Spielwaren-Gesamtmarkt in 2016 um 3,6 % zulegte.

 

Absatz von Autokindersitzen und Kinderwagen gestiegen

Überraschend: Insgesamt kaufen die Deutschen derzeit mehr vierrädrige Kinderwagen als noch vor zwei Jahren. Laut GfK-Zahlen hat sich der Anteil dreirädriger Kinderwagen (Buggys ausgenommen) im GfK-Panelmarkt im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 auf 9 % fast halbiert. Verdoppelt hat sich dagegen der Anteil der Kombikinderwagen (ohne Zubehör). Wie das Marktforschungsunternehmen Interconnection Consulting herausfand, kauften Eltern im vergangenen Jahr 773.200 Kinderwagen und Buggys, ein prozentuales Wachstum von 2 % gegenüber 2015.

Der Anteil der gekauften Kindersitze (2,4 Mio.) stieg 2016 laut Interconnection Consulting ebenfalls um 2 % im Vergleich zu 2015. Vor allem gekauft werden weiterhin Reboarder (rückwärtsgerichtete Autokindersitze); wachsender Beliebtheit erfreuen sich außerdem mitwachsende Kindersitze.