31.08.26 – Interview mit Alexander Gärtner, Bruder Spielwaren
„Der Alltagsbezug ist die Essenz der Bruder-Welt“
Mit den neuen „VarioCars“ erschließt Bruder ein bislang wenig besetztes Themenfeld im Spielwarenmarkt und erweitert seine Spielwelt um kommunale Einsatzfahrzeuge. Im Interview erläutert Alexander Gärtner, warum die neue Serie insbesondere dem stationären Fachhandel Chancen bietet, welche Rolle Authentizität und Systemkompatibilität für den langfristigen Verkaufserfolg spielen und worauf es für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Hersteller und Handel heute ankommt.
das spielzeug: Herr Gärtner, mit der neuen „VarioCar“-Serie erweitert Bruder sein Sortiment um kommunale Einsatzfahrzeuge – ein Themenfeld, das im Spielwarenmarkt bislang eher selten vertreten ist. Warum war jetzt der richtige Zeitpunkt für diese Produktoffensive und welches Potenzial sehen Sie darin für den Spielwarenfachhandel?
Alexander Gärtner: Mit den „VarioCars“ bringt Bruder eine neue Produktserie, von der insbesondere der stationäre Fachhandel profitieren kann. Mit den vier unterschiedlichen Modellen im markanten Kommunal-Orange lässt sich ein frischer Eyecatcher am PoS schaffen. Dank der Bruder-typischen Modularität bieten die Fahrzeuge vielfältige Spielmöglichkeiten und haben einen hohen Spielwert im Gepäck. Die Preisspanne liegt im unteren mittleren Preissegment. Gerade in der aktuellen Zeit, die aus Konsumsicht eher von Gegen- als von Rückenwind geprägt ist, dürfte das für eine breite Zielgruppe attraktiv sein.
das spielzeug: Die „VarioCars“ greifen Aufgaben auf, die Kinder aus ihrem Alltag kennen – von der Grünflächenpflege bis zum Winterdienst. Welche Rolle spielen dieser Alltagsbezug und die Einbindung in die bestehende Bruder-Spielwelt für die Produktentwicklung und den langfristigen Verkaufserfolg?
Alexander Gärtner: Der Alltagsbezug spiegelt die Essenz der Bruder-Welt wider. Traditionell legt Bruder großen Wert auf edukatives Spielzeug. Zusammengefasst würde ich hier sagen: Die Marke Bruder ist dafür bekannt, die Authentizität des Alltags ins Spiel zu übertragen und damit einen besonders hohen Spielwert zu generieren. Ich denke, dies gelingt uns ganz gut – davon zeugen unsere treuen Bruder-Kunden ebenso wie unsere weltweite Fan-Gemeinde.
das spielzeug: Die neue Serie ist mit zahlreichen Funktionen ausgestattet und lässt sich in bestehende Bruder-Spielwelten integrieren. Wie wichtig ist diese Systemkompatibilität für den Fachhandel im Hinblick auf Zusatzverkäufe und langfristige Kundenbindung?
Alexander Gärtner: Grundsätzlich sind die Bruder-Fahrzeuge so konzipiert, dass der kindlichen Fantasie kaum Grenzen gesetzt sind. Anhängerkupplungen und Zubehörartikel sind mit einem Großteil der Produkte kompatibel. Das variable Konzept der „VarioCars“ bildet hierbei keine Ausnahme. Die Spielfunktionalität lässt sich mit einem breiten Sortiment an Zubehör, wie z. B. der Seilwinde, Schneeräumer oder Rundumleuchte, erweitert. Auch unsere bworld-Figuren ergänzen zu einer perfekten Spielwelt. So können Kinder immer neue Spielszenarien entwickeln – dies fördert Zusatzverkäufe und stärkt eine langfristige Kundenbindung.
das spielzeug: Was macht aus Ihrer Sicht heute eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen Hersteller und Fachhandel aus?
Alexander Gärtner: Aus meiner Sicht basiert eine erfolgreiche Partnerschaft zum einen auf einer offenen und ehrlichen Kommunikation. Zum anderen braucht es eine klar definierte und für den Markt transparente Preisstrategie. Und drittens sind eine auf den Fachhandel zugeschnittene Vertriebs- und Produktstrategie sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Händlerbedürfnisse entscheidend. Seit vielen Jahren setzen wir erfolgreich auf unser Fachhandelsberater-Team, das Spielwarenhändler kompetent unterstützt und ihnen jederzeit beratend zur Seite steht.



