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02.11.14 – ältestes Systemspielzeug der Welt

Tradition verpflichtet

In Rudolstadt liegen die Spuren des ältesten Systemspielzeugs der Welt. Ein Besuch bei der Firma Anker Steinbaukästen, die zu Gollnest & Kiesel gehört.

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Obwohl das Unternehmen Anker Steinbaukasten vor einigen Jahren von Gollnest & Kiesel übernommen wurde, erfolgt die Fertigung nach wie vor im thüringischen Rudolstadt.

 
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Die Zutaten zur Herstellung der Anker-Steine ist bekannt, das richtige Mischverhältnis jedoch steng geheim.

 
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«30 Jahre waren die Anker-Steine im Dornröschenschlaf», erzählt Raphaela Dietzel während der Werksführung.

Der kaufmännischen Mitarbeiterin zufolge würden sich vor allem viele der älteren Generation aus den neuen Bundesländern noch an den natürlichen Geruch der Steine erinnern, der charakteristisch ist – und nun die Gegenwart eingeholt hat. In den Hallen steigt einem der Duft aus Leinöl in die Nase. Weitere Materialien als Kreide, Quarzsand, und Farbpigmente werden zur Herstellung des traditionsreichen Produkts auch heute nicht benötigt.

Seit fünf Jahren gehört man zu Gollnest & Kiesel.

Die Firma produziert seit 33 Jahren in Güster, im hohen Norden Deutschlands, Spielzeug aus nachhaltigem Holz und vereint fünf Marken unter einem Dach: Heimess, Goki, Holztiger, ‘Cause und eben Anker Steinbaukästen. «Traditionelle Spielwaren sind wie kein anderes Produkt geeignet, Kreativität und Fantasie der Kinder zu entwickeln», sagt der Unternehmenssprecher Helmut Roloff. Deshalb passe der jüngste Neuzugang perfekt in die hauseigene Philosophie und habe sich bisher beständig entwickelt.

Zurück in die Zukunft

Gegenwärtig umfasst das Programm 18 verschiedene Sets, die sich nach dem bewährten System ergänzen und erweitern lassen. Für den Einstieg stehen 42 Steine zur Verfügung. Und laut Dietzel ist genügend Spielraum nach oben: «Die ‘Große Burg‘ hat den Wert eines Kleinwagens.» Dabei gäbe es weit imposantere Gebäude – z.B. das «Brandenburger Tor», das anlässlich des 25. Jahrestags zum Fall der Berliner Mauer samt Quadriga erschienen ist und 141, teilweise völlig neue Bauteile enthält.

Speziell auf die Bedürfnisse der Kinder sind die «Junior-Kästen» ausgerichtet. «Diese basieren auf Grundlage der Studie und leiten bei Anker die ‘Neue Steinzeit‘ ein», so Unternehmenssprecher Helmut Roloff. Während Material, Qualität und Spielwert erhalten geblieben sind, kommen ein einheitliches Verpackungskonzept, die Farbigkeit und eine Ausweitung der Möglichkeiten hinzu. Es gibt bunte, innovative Baukästen samt Vorlagekärtchen, aber auch originelle Lege-, Balancier- und Geduldsspiele.

Um Synergien optimal zu nutzen, sollen künftig verstärkt Goki-Spiele mit Anker-Steinen ausgestattet und vertrieben werden.

Für die Zukunft ist das Unternehmen Helmut Roloff zufolge somit bestens gerüstet – die Tradition könne nun «in die Ewigkeit fortgeführt werden».

Unsere ausführliche Reportage zum Hersteller Anker Steinbaukasten lesen Sie in der Printausgabe 11/2014.