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18.12.13

Highlights zum Fest

Die umsatzstärkste Phase unserer Branche ist angebrochen. Wir haben daher drei Fachhändler befragt, wie sie mit den vergangenen Monaten zufrieden waren, was sie sich vom Weihnachtsgeschäft erhoffen und mit welchen Maßnahmen sie es ankurbeln.

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Peter Holm versucht mit bestimmten Aktionen, wie einem Gewinnspiel, das Weihnachtsgeschäft anzukurbeln.

 
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Friedrich Demmler versucht das ganze Jahr über mit Live-Aktionen Kunden an sein Geschäft zu binden.

 

Beat Lutz (Vedes-Mitglied), «Spielkiste Schweiz», Balsthal:«Was das Weihnachtsgeschäft angeht, sind wir sehr optimistisch. Die Stimmung bei den Kunden ist gut. Die Kauflust ist zwar noch etwas verhalten, das wird sich aber in den kommenden Wochen sicher noch zum Positiven wenden. Seit dem ersten November-Samstag zieht die Frequenz merklich, aber zögernd an – wir bereiten uns mental auf die letzten acht Tage vor. Da wir ein Spielwarenfachgeschäft mit ganzjährigem Vollsortiment betreiben, kurbeln wir das ganze Jahr über bereits das Weihnachtsgeschäft an. Unsere Mitarbeiter werden jeweils über alle neuen Produkte umfassend informiert und erarbeiten sich so im Laufe des Jahres die vom Kunden geforderte und auch geschätzte Kompetenz. Auf die Warenpräsentation wird für die Weihnachtssaison sicherlich nochmals besonders Wert gelegt – auch wir ‘putzen‘ uns quasi festlich heraus. Werbung machen wir durch unsere freundlichen und kompetenten Mitarbeiter und durch unser sorgfältig ausgesuchtes und gepflegtes Sortiment. Spezielle Aktionen oder Kampagnen kennen wir nicht. Der Dauerrabatt, welchen die Kunden bei uns erhalten, besteht das ganze Jahr. In der ‘heißen Phase‘ verstärken wir nochmals unsere großzügige Personaldecke, um den Konsumenten viel Aufmerksamkeit, Freundlichkeit und auch Ruhe während des größten Ansturms gewährleisten zu können. Darüber hinaus bieten wir Geschenkverpackungen mit einer großen Auswahl an unterschiedlichen Papierdesigns an. Was die Highlights angeht, scheinen Produkte, die zum Rollenspiel anregen, wie Kaufladen und Puppenhäuser besonders gut anzukommen. Wie jedes Jahr werden die im TV beworbenen Artikel der Bigplayer im Fokus stehen – wir bieten diese natürlich auch an. Was der Kunde schließlich wirklich braucht, um jemanden glücklich zu machen, wird er im Fachgespräch mit einer unserer Verkäuferinnen herausfinden. Dabei wird sich dann zeigen, welches die Top-Produkte sein werden. Da wir auf Printwerbung verzichten, besteht die Hilfe der Vedes für uns vor allem im Bereich Warenverfügbarkeit und Logistik. Dort bringt unser Verband auch über die Landesgrenze hinaus das ganze Jahr über und besonders in der Weihnachtszeit absolute Topleistung.»

Peter Holm (EK Bielefeld, Fachgruppe Spiel &Spass-Beirat, 2. stellvertr. BVS-Vorstand), «J. Zierleyn», Nordhorn:«Mit dem Verlauf des Geschäftsjahres sind wir bisher recht zufrieden – für 2014 erhoffen wir uns jedoch eine Steigerung. Im Hinblick auf das diesjährige Weihnachtsgeschäft wären wir aufgrund des zunehmenden Wettbewerbs durch den Internethandel mit einer schwarzen Null zufrieden. Um das Jahr erfolgreich abzuschließen, haben wir uns gut vorbereitet, wobei wir hier auch stets Unterstützung durch unseren Verband erhalten. So stehen uns z.B. erneut die Spiel &Spass-Weihnachtskataloge und -Flyer zur Verfügung. Generell, nicht nur in der Weihnachtszeit, achten wir auf eine aufmerksamkeitsstarke Präsentation unserer Produkte sowie auf eine einladende Schaufensterdekoration. Ebenfalls höchste Priorität hat unser gut geschultes Personal, das den Kindern und Erwachsenen auf Wunsch beratend zur Seite steht. Um den Umsatz in der wichtigsten Phase des Jahres weiter anzukurbeln, verteilen wir bei jedem Einkauf an unsere Kunden in der Adventszeit so genannte ‘Weihnachtstaler‘ – als Hauptgewinn lockt hier ein Auto. Was die Highlight-Artikel zum diesjährigen Fest angeht, lässt sich bisher noch kein Trend entdecken. Allerdings werden sicher die Fokusartikel der Top 10-Lieferanten zu den Verkaufsschlagern zählen. Im Vergleich zu den Vorjahren lässt sich erkennen, dass das Weihnachtsgeschäft inzwischen immer später einsetzt und zudem schwer einschätzbar ist. Der Preisverfall nimmt zunehmend ruinös unwirtschaftliche Formen an.»

Friedrich Demmler (Vedes-Mitglied), «Wirth – Der Kinderladen», Mainz: «Die Erwartungen mit dem Weihnachtsgeschäft werden angesichts des virtuellen Wettbewerbs immer mehr gedämpft – der Beratungsdiebstahl nimmt mittlerweile erhebliche Ausmaße an und übertrifft bei weitem die positiven Derivate, welche uns die Industrie durch Marktuntersuchungen im Umkehrschluss schmackhaft machen will. Das soll heißen: Die Zuläufe durch einen möglichen virtuellen ‘Vorverkauf‘ sind marginal und können somit nicht als positiven Nebeneffekt des Internets gewertet werden. Wir sehen das noch recht locker, leider manche Lieferanten überhaupt nicht – insbesondere jene, die immer noch den Umsatz als vorrangiges Ziel sehen und nicht unsere Präsentations- und Beratungsqualität, die wir kostenlos dem Lieferanten bereitstellen. Die Vorbereitung für das Weihnachtsgeschäft läuft bei uns ganzjährig. Kampagnen und Sonderrabatte sind nicht das, womit wir uns im Markt mit einschalten. Hier bieten wir Live-Aktionen, welche dem Kunden eine entsprechende Bindung zu ihrem Lieblingsgeschäft abverlangen. So fokussieren wir uns auch nicht auf bestimmte Produkthighlights, die meistens seitens saisonal ‘grasender‘ Wettbewerber zwecks Befriedigung der Profilierungssucht ausgeschlachtet werden. Aus diesem Grund spreche ich auch nie über ‘Top-Produkte‘ zu Weihnachten, diese ‘reden‘ schon von sich selbst in den Medien und einschlägigen Preisprofilierungsflyern – warum sollte ich mich mit so etwas beschäftigen? Die Unterstützung vom Verband während der ‘heißen Phase‘ entspricht unseren Erwartungen. Der bisherige Jahresverlauf ist durchwachsen, anderslautende Panelberichte mit positiven Entwicklungen betreffen eindeutig nicht den deutschen Markt. Dabei haben vielleicht drei bis vier Lieferanten eine geringe Hausse, der Großteil wird das Ziel nicht erreichen oder im Massenmarkt abgefertigt – hier diskutieren wir aber über zwei vollkommen unterschiedliche Vertriebsformen. Aus meiner langjährigen Erfahrung heraus kann ich sagen, dass wir in den letzten Jahren vermehrt zum ‘Notnagel‘ werden – und dabei ist die Kundschaft sogar sehr offen, wenn sie unverhohlen äußert: ‘Ich habe schon überall gesucht und im Internet bekommt man es auch nicht mehr, sie sind meine letzte Rettung‘ –Life-Business ist eben kein Zuckerschlecken mehr, aber Klagen gilt nicht. Wir freuen uns auch über jeden Kunden, der noch an Heiligabend vorbeischaut.»

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