Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

25.04.19 – HDE-Umfrage

Kleinere Händler in Sorge

Der Einzelhandel bleibt ein wichtiger Stabilitätsanker – aber die Geschäftserwartungen der Handelsunternehmen verschlechtern sich.

Mittelstand-unter-Druck.png

Vor allem kleinere Handelsunternehmen sind besorgt – der HDE fordert daher eine Wirtschaftspolitik, die den Mittelstand stärkt. © HDE

 

Trotz sinkender Konjunkturprognosen für die Gesamtwirtschaft sind die Rahmenbedingungen für den Einzelhandel insgesamt gut. Die Unternehmen werden nach HDE-Prognose ihren Umsatz in diesem Jahr moderat um 2 % auf knapp über 537 Mrd. Euro erhöhen, sodass der stationäre Einzelhandel 2019 um nominal 1,3 % wächst. Die Erlöse im Online-Handel erhöhen sich um rund 9 % auf 57,8 Mrd. Euro.

Sinkende Erwartungen

Gleichzeitig sinken jedoch die Umsatzerwartungen gegenüber dem Vorjahr deutlich. Das zeigt eine aktuelle HDE-Umfrage unter 1000 Unternehmen aller Größen, Branchen und Standorte. Nur noch 30 % (Vorjahr: 37 %) der befragten Unternehmen erwarten für das erste Halbjahr 2019 steigende Erlöse. Insbesondere kleinere Unternehmen sind mit der Geschäftslage unzufrieden.

HDE fordert Unterstützung durch die Wirtschaftspolitik

„Der mittelständische Handel braucht politische Unterstützung, um im aktuellen Strukturwandel bestehen und von der Digitalisierung profitieren zu können“, erläutert HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Reformbedarf sieht er vor allem bei der Unternehmensbesteuerung. Die Hinzurechnungsregelungen bei der Gewerbesteuer wirken sich in vielen Fällen krisenverschärfend aus.

 Noch immer seien zudem die Kosten für die Energiewende ungerecht verteilt und belasteten Händler und Privatverbraucher überproportional. Anstelle des ungerechten und komplizierten Umlagesystems solle die Energiewende über einen CO2-Preis finanziert werden. Das sei gerecht und hätte Genth zufolge eine positive Steuerungswirkung auf den Klimaschutz.

Darüber hinaus fordert der Handel mit Blick auf die vielerorts überforderte Infrastruktur den weiteren Ausbau und Erhalt des Straßennetzes sowie des öffentlichen Personennahverkehrs.