26.01.23 – Geschäftsbericht 2022

Bruder knackt 100 Mio.-Umsatzmarke

Das Geschäftsjahr 2022 hat das Fürther Familienunternehmen Bruder Spielwaren erfolgreich mit einem Umsatzplus von 8,5 % gemeistert. Diesem erfreulichen Wachstum stehen gestiegene Energiekosten und Preisexplosionen gegenüber. Eine Prognose für 2023 gestaltet sich laut Paul Heinz Bruder schwierig.

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Insgesamt 33 neue oder überarbeitete Produkte stellt Bruder Spielwaren in diesem Jahr auf der Spielwarenmesse in Nürnberg vor. Hier im Bild Paul Heinz Bruder mit dem „Sprinter Rüstwagen“. © Bruder

 

„Den Abschluss von 2022 betrachte ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, bilanziert Paul Heinz Bruder, geschäftsführender Gesellschafter der Bruder Spielwaren GmbH + Co. KG. „Wir konnten einen großartigen neuen Umsatz-Gipfel erklimmen und den Erlös erneut um 8,5 % steigern. Allerdings standen wir in der Firmengeschichte auch noch nie so großen Herausforderungen gegenüber. Die steigenden Rohstoffpreise von Kunststoff, Papier und Pappe, Stahlzuschläge oder auch Transportzuschläge ließen unsere Kosten für Zukaufteile explodieren. Hinzu kamen die unkalkulierbar steigenden Energiekosten.“

Unterjährig konnte der fränkische Hersteller eine Preiserhöhung für den Handel noch abwehren und die Belastungen selbst ausgleichen. Für 2023 ist dies allerdings für das Familienunternehmen nicht mehr tragbar. Da sich die Preisthematik zunächst nicht mehr zurückentwickeln wird, müssen Händler für 2023 mit rund 10 % Erhöhung der Einkaufspreise rechnen. In diesem Zuge gestalten sich auch Prognosen fürs kommende Jahr schwierig. Die Entwicklung der Kaufkraft gerade von Familien in Europa ist schwer abzuwägen. „Erneuten Wachstumserwartungen stehen wir derzeit verhalten gegenüber. Wir würden uns aber freuen, wenn wir das Erreichte halten können“, so Paul Heinz Bruder.

In über 60 Ländern liefert Bruder seine modellmäßigen Spielwaren und die Nachfrage steigt stetig. Somit konnte der Wegfall der Absatzmärkte in der Ukraine und Russland gut kompensiert werden. Die Exportquote liegt weiterhin bei rund 70 %. Ein besonders starkes Jahr verzeichnete der DACH-Raum, der an den Rekordumsatz von 2020 anknüpfen konnte. Weitere starke Umsätze weisen die Märkte in Südkorea, Japan sowie Polen und die baltischen Staaten auf. Eine sehr positive Entwicklung nahm auch der Nordamerikanische Raum.

Investitionen in die Zukunft

Allen Krisen zum Trotz setzt das in dritter Generation geführte Familienunternehmen auf die bewährte Linie und bietet seinen Kunden auch 2023 wieder zahlreiche Neuheiten. „Wir werden weiter in die Modernisierung und Digitalisierung an unseren Produktionsstandorten in Fürth und Pilsen investieren, um gestärkt und stabil aus diesen Zeiten hervorzugehen“, so Paul Heinz Bruder. Zukunftsorientiert stellt sich Bruder dem Kampf um die Wettbewerbsfähigkeit. Dabei heißen die drei Schlagwörter: Innovationen in der Kunststofftechnik, Digitalisierung der Fertigung und Optimierung von Ressourcen.