29.01.26

„Das Gefühl, Freude zu schenken, treibt mich an“

Mit „Flippy“ bringt Gründer Ronny Lehmann frischen Wind in die Welt der Bewegungsspiele. Das innovative Wurf- und Fangspiel verbindet Geschicklichkeit, Spaß und Aktivität – und begeistert sowohl Kinder als auch Erwachsene. Im Gespräch mit das spielzeug erzählt der Entwickler und Familienvater, wie aus einer spontanen Idee ein marktreifes Produkt wurde, welche Hürden er auf dem Weg überwinden musste und warum „Flippy“ weit mehr ist als nur ein Freizeitspaß.

About-us-Flippy--Copyright-Flippy-Catch.jpg

Ronny Lehmann möchte mit seiner Erfindung, die Geschicklichkeit und Motorik fördert, auch zu mehr Bewegung animieren. © Flippy Catch

 
Flippy-mit-Ball-Transparent-Copyright-Flippy-Catch.jpg

„Flippy“ besteht im Kern aus zwei Elementen: einem rotierenden Fangtrichter und einem Kugellager. © Flippy Catch

 

Die Ursprünge von „Flippy“ liegen dort, wo Kreativität oft unbemerkt wächst: im Sandkasten. „Die Idee zu ,Flippy' ist tatsächlich ganz spontan im Sandkasten entstanden“, erinnert sich Ronny Lehmann. Beim Spielen mit seinen Kindern probierte er einfache Wurf- und Fangbewegungen mit einem Förmchen und einem Flummi aus – damals noch völlig ohne Technik und Anspruch. Der Geistesblitz ließ ihn nicht mehr los: „Ich habe eine Heißklebepistole genommen, ein Kugellager an das Eisförmchen drangeklebt – und das war im Grunde die Geburtsstunde von ,Flippy'.“ Seine Motivation war dabei ebenso schlicht wie kraftvoll: „Es gibt kaum etwas Schöneres, als zu sehen, wie andere Menschen Spaß an etwas haben, das man selbst erschaffen hat. Dieses Gefühl, Freude zu schenken, treibt mich an.“

Was ist das Besondere an „Flippy“?

Für Außenstehende beschreibt Lehmann „Flippy“ als „einen rotierenden Fangtrichter mit Kugellager, der um den Finger gedreht werden kann“. Durch das Drehprinzip entstehen zahlreiche Tricks – von einfachen Würfen bis hin zu komplexen Moves, die an Jonglage erinnern. Die Vielseitigkeit ist für ihn das zentrale Unterscheidungsmerkmal: „Was ,Flippy“ von anderen Outdoor- oder Geschicklichkeitsspielen unterscheidet, ist die enorme Facettenreichheit. Viele Spieler entwickeln sogar eigene Moves. Dadurch bleibt das Spiel kreativ, lebendig und wächst mit den Fähigkeiten derjenigen, die es nutzen.“ Damit ordnet sich „Flippy“ in die Tradition von Yo-Yo, Kendama und Diabolo ein, bringt aber gleichzeitig frischen Wind und neue motorische Herausforderungen ins Segment.

Schon früh war klar: „Flippy“ sollte mehr sein als ein funktionaler Fangtrichter. „Ich wollte ein echtes Handschmeichler-Gefühl erzeugen – ein Produkt, das man gern in die Hand nimmt“, erklärt Lehmann. Wertige Materialien, angenehmes Gewicht und ein „sattes Feedback beim Drehen“ standen deshalb im Fokus. Zudem sollte „Flippy“ erweiterbar sein – spielerisch wie funktional. Ein Beispiel ist die Schreibtischuhr, die sich aus dem „Flippy“ montieren lässt. „Insgesamt sollte ,Flippy' einen hochwertigen Eindruck vermitteln, etwas, das man nicht nur spielt, sondern gern bei sich trägt.“

Herausforderungen zwischen Bürokratie und Balance

Der Weg zur Markteinführung war kein Selbstläufer. Überraschend: Die größten Hürden lagen nicht beim Produkt selbst. „Die größten Herausforderungen lagen weniger im kreativen Prozess, sondern in Zoll, Formalitäten und Fördermöglichkeiten“, so Lehmann. Als Einzelentwickler musste er sich durch Themen arbeiten, die „gar nichts mit dem eigentlichen Produkt zu tun haben“. Technische Herausforderungen gab es dennoch – vor allem bei der optimalen Gewichtung von „Flippy“ und Ball: „Es hat viele Versuche gebraucht, um genau die Balance zu finden, die das Spielgefühl so angenehm und dynamisch macht, wie es jetzt ist.“

Für die Professionalisierung des Produkts war die Zusammenarbeit mit der Agentur Süß & Friends für den Familienvater entscheidend. „Dort arbeiten Verfahrenstechniker, Maschinenbauingenieure und kreative Köpfe, die mich perfekt unterstützt haben.“ Gemeinsam optimierte man Prototypen, Funktionsmechanik und schließlich die industrielle Umsetzung.

Getestet wurde früh – und breit: „Wir haben bei der Spiel in Essen mit Kindern, Familien, aber auch mit älteren Menschen erste Erfahrungen sammeln können“, berichtet Lehmann. Pädagogen lobten insbesondere die Förderung von Geschicklichkeit und Motorik. „Abwurf und Drehen sind anfangs echte Herausforderungen. Umso größer ist die Freude, wenn schwierige Tricks gelingen und die Kinder dafür Anerkennung bekommen.“ Besonders gelobt wurde, dass „Flippy“ mit drei verschiedenen Bällen erhältlich ist, die unterschiedliche Spieleigenschaften bieten. Das erhöht die Vielfalt erheblich.

Ein Produkt zur richtigen Zeit

Primär richtet sich „Flippy“ an Kinder und Jugendliche, doch Ronny Lehmann beobachtet eine wachsende Fangemeinde unter Eltern. Für kleinere Hände gibt es den „Flippy Pocket“. Schulen und Jugendeinrichtungen nutzen das Spiel zunehmend in Bewegungseinheiten – unterstützt durch „Flippy Wanderkoffer“, die aktuell im Kreis Wesel eingesetzt werden.

Dank „Flippy“-Karabiner lässt sich das Spiel leicht am Rucksack befestigen – ein Detail, das den Trend zu personalisierbaren Accessoires bedient. Bewegung, Geschicklichkeit und analoger Spaß erleben derzeit einen starken Aufschwung. Genau hier setzt die Neuheit an. „Im Bereich der Jonglage und Geschicklichkeitsspiele hat es seit langer Zeit kein Produkt gegeben, das diese Kombination aus Drehmechanik, Fangen, Kreativität und Motoriktraining bietet. ,Flippy' schließt genau diese Lücke“, sagt Lehmann. „Flippy“ sei die ideale Ergänzung zu klassischen Outdoorspielen – modern, kreativ und offen für neue Trends. Sein Wunsch für die Zukunft: „Ideal wäre es, wenn „Flippy“ künftig selbstverständlich im Regal neben anderen Geschicklichkeits- und Outdoorspielen steht. Genau dort gehört es hin.“