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09.03.14 – 65. Spielwarenmesse 2014

Verlässliche Marketingplattform

Rundum positiv war das Resümee zur 65. Spielwarenmesse in Nürnberg, die vom 29.1. bis zum 3.2.2014 stattfand. Besonders erfreut zeigten sich die Veranstalter über die Resonanz auf die neue Halle 3A mit ihren Attraktionen, die um 5% gestiegene Fachbesucherzahl aus dem In- und Ausland und nicht zuletzt darüber, dass die Leitmesse auch weiterhin als wichtiges Trendbarometer der Branche gilt.

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«Wir hatten einen reibungslosen Messeverlauf. Ich bin zufrieden – und was noch wichtiger ist, dass die Kunden zufrieden sind», lautet das Fazit von Ernst Kick. Dabei konnte der Messechef diesmal vor allem mehr Einkäufer und Händler aus den wichtigen Zielmärkten Amerika, Asien und Europa begrüßen. Über 76 000 Fachbesucher (2013: 72 595) aus 112 Ländern reisten zur «größten Spielwarenmesse aller Zeiten», wie sie von ihm selbst tituliert wurde. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Internationalität wieder: So konnten Besucher aus Italien und Großbritannien zurückgewonnen werden. 12% mehr Gäste kamen aus Asien und auch Südamerika festige sich. Verkürzt wurde hingegen die Verweildauer – womöglich aufgrund der horrenden Übernachtungspreise der Nürnberger Hotellerie. Dafür waren alle weltweiten Entscheider aus der Branche auf der Messe vertreten. Bei 60% von ihnen handelt es sich um kleinere und mittelständische Unternehmen. «Wir sind eine verlässliche Marketingplattform, die sie sich für ihre Geschäfte wünschen», sagt Kick.

Dem Trend voraus

Auch Willy Fischel, GF vom Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS), hebt neben der Innovationskraft der Industrie mit ihren 70 000 Neuheiten die Vermarktungsideen der Messemacher hervor: «Im Rahmen der Global Toy Conference präsentierten sie brisante Schwerpunktthemen wie Preisstrategie, Produktpräsentation und Verkaufstechnik als wichtiges Handwerkszeug für erfolgreiche Händler.» Multichannel, Produkt- und Beratungskompetenz würden die Eckpfeiler bleiben, an denen keiner vorbeikommt.

Weitere Inspirationen hielt die neue, architektonisch ansprechende Halle 3A für das Fachpublikum bereit. Hier feierte die Trend Gallery Premiere, in die das Toy Businness Forum als kostenloses Wissensportal eingebunden wurde, wobei unsere Fachzeitschrift «das spielzeug» als Medienpartner agiert. Zudem konnten hier die vier Trendströmungen «Fit4Life», «Mini is King», «Retromania» und «Tech Toys» ebenso begutachtet werden, wie die Gewinner des Toy Awards, der diesmal in vier Kategorien verliehen wurde. Im Bereich «Baby & Infant» kamen die «Kettenbausteine» der Marke Heros von Simba Toys aufs Siegertreppchen, während der «Freizeitpark» von Playmobil als bestes «Preschool»-Produkt gekürt wurde. Die «Trickfilmwerkstatt» des Dorling Kindersley Verlags konnte sich im Segment «School Kids» durchsetzen. Und den «Teenager & Family»-Award gewann schließlich Revell für seinen «Nano Quad» (siehe auch Titelstory Seite 26 ff.).

Die neu gewonnene Fläche in der Halle 3A brachte eine Umstrukturierung mit sich, die Ernst Kick zufolge «ausgezeichneten Zuspruch von allen Seiten fand». So konnte die Produktgruppe Karneval, Festartikel und Feuerwerk, die nun die komplette Halle 9 ausfüllt, an Internationalität zulegen. Außerdem zeigten sich die Aussteller aus dem Schul- und Schreibbedarf, der in die Halle 4 umgesiedelt wurde, zufrieden. Die Erweiterung von Baby- und Kleinkindartikeln habe sich auch bewährt, müsse jedoch weiter ausgebaut werden. Besonderen Aufwind spürten darüber hinaus Lizenzartikel sowie die Modelleisenbahn samt Zubehör. «Insgesamt stellten viele der 2748 Unternehmen aus 61 Ländern ein gestiegenes Orderinteresse fest», weiß Kick.

Gute Aussichten

Uli Brobeil, GF vom Deutschen Verband der Spielwaren-Industrie (DVSI) kann den Aufwind bestätigen: «Die Stimmen aus der Industrie, die der Verband während der Messe einfing, spiegeln ein erwartet optimistisches Bild wieder.» Die aktuelle wirtschaftliche Situation würden die Unternehmen eher positiv, teilweise sogar sehr positiv einschätzen. Beim Nachmessegeschäft im Inland sehen sie eine Zunahme, im Ausland sogar eine starke Zunahme. Demnach seien Spielwaren ein Exportschlager – insbesondere mit Abnehmern in den anderen Mitgliedstaaten der EU und auf dem nordamerikanischen Markt. «Ein Wachstum von 1 bis 2% in diesem Jahr liegt im Bereich des Möglichen», findet Brobeil, der hier mit seinem Kollegen aus dem Handel Einigkeit demonstriert.

Keine schlechten Voraussetzungen, um den Blick schon auf die folgende Spielwarenmesse zu richten. 90% der Aussteller wollen laut einer Befragung im nächsten Jahr wieder dabei sein, wenn sich die Branche vom 28.1. bis zum 2.2.2015 in Nürnberg trifft. «Mit der Fläche von 170 000 m2 sind wir erst einmal zufrieden», erklärt Ernst Kick. Optimierung sieht er hingegen in der Infrastruktur und im Ausbau innerhalb der Produktgruppen.

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