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01.10.13

Auf römischen Spuren

In «Via Appia» versuchen die Spieler als berühmte Baumeister in die Geschichte Roms einzugehen. Ruhm erlangen können sie, indem sie die wertvollsten Abschnitte der Straße fertigstellen, früh neue Städte erschließen und Sesterzen verdienen– die richtige Strategie ist für den Sieg unverzichtbar.

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Um beim Familienspiel «Via Appia» als Sieger hervorzugehen, benötigt man Taktik, Glück und Geschick.

 
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Die «Via Appia« ist eine Straße, die im Altertum gebaut wurde und von Rom nach Brindisi führte. Natürlich galt sie zunächst militärischen Zwecken, wurde später aber auch als Handelsweg genutzt und hat sogar heute noch Bestand. All das hat im Spiel allerdings keine Relevanz. Es geht vielmehr um den Bau dieses Straßenweges in antiker Zeit. Und da musste man nicht die Mischmaschinen anwerfen, sondern in den Steinbruch gehen. Dieser ist der eigentliche Motor des Spiels und etwas Besonderes. Mitten auf dem Plan wird ein Schiebegestell installiert. Auf Jahrmärkten gibt es Geschicklichkeitsspiele, in die man Münzen einwirft, die dann von einem «Räumgerät» verschoben werden und vorne herauspurzeln – wenn man sich geschickt angestellt hat. So funktioniert hier der Steinbruch. Holzscheiben in drei verschiedenen Größen liegen bereit. Oben werden neue Scheiben eingelegt und ein Schieber (handbetrieben!) drückt diese nach unten – in der Hoffnung, dass etwas vom Steinbruch-Aufbau herunterpurzelt. Diese Scheiben werden sofort in Steine (Stein-Papp-Plättchen) verschiedener Größe eingetauscht und diese benötigt man für den Bau der «Via Appia». Wer viele Steine verbaut, erhält dafür ordentlich Siegpunkte.

Damit sind zwei von vier Aktionen erklärt. Man gewinnt Steine im Steinbruch und verbaut diese auf der Straße. Daneben gibt es noch die Einkommensphase. Hier werden in einem taktischen Nimm-Rhythmus Holzscheiben oder Münzen gewonnen. Die Holzscheiben sind die Voraussetzungen, um im Steinbruch zu agieren und Münzen benötigt jeder für das Vorankommen auf der «Via Appia». Dort wird nicht nur gebaut, es findet auch eine Art Wettlauf statt. Über die Straße ziehen die eigenen Figuren zum Zielort und zu den Etappenzielen. Dafür muss bezahlt werden. Für das frühzeitige Ankommen winken Siegpunkte. Der Wettlauf über die noch nicht fertig gestellte Straße ist allerdings ein Logikbruch, den man aber verzeihen kann.

Wer am Zug ist, muss also stets zwischen einer dieser vier Optionen wählen. Dabei gibt es immer auch Einschränkungen, die es abzuwägen gilt. Alle Aktionen sind mit allen anderen verquickt, wobei es aber häufig bessere Alternativen gibt. Diese gilt es zu analysieren und für sich zu nutzen. Betont werden muss, dass im Steinbruch aber immer auch eine Portion Glück und Geschicklichkeit mitspielt. Hier kann man schon Mal leer ausgehen, was punktuell unbefriedigend, letztendlich aber nicht spielentscheidend ist. Alle diese Spielkomponenten ins Gleichgewicht zu bringen, macht die Spannung aus. Das Spiel endet, wenn die komplette Straße gebaut oder ein Siegpunktplättchen in Brindisi vergeben wurde. Dann ergeben die Punkte aus gutem Bauen und schnellem Reisen den Sieger.

Trotz vielfältiger Möglichkeiten ist die Regel schnell erklärt. Ein Spielzug dauert nicht lange, Wartezeiten gibt es kaum. Die unterschiedlichen Komponenten wie Taktik, Geschick und Glück sind gut aufeinander abgestimmt. Das Material ist hochwertig, die Grafiken atmosphärisch. «Via Appia» ist ein rundum gutes Familienspiel! (pen)