12.01.18 – Üble Machenschaften für 2-5 Mafiosi

CMON/Asmodee: Der Pate

Im New York der 1950er Jahre regiert „Der Pate“ die Unterwelt. Nur eine Familia kann seine Gunst gewinnen. Welcher Mafia-Clan erweist sich als würdig?

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Die Caccamos – inklusive Don, Consigliere und Erbin – streiten mit den anderen vier Familien um die Vorherrschaft. © P. Tonn

 
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Unsere Bewertung zum Spiel © Meisenbach

 
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Das organisierte Verbrechen übt eine seltsame Faszination auf die Popkultur aus. Spätestens seit Coppolas Gangster-Movie „Der Pate“ steht der Name „Don Corleone“ für das mächtigste Oberhaupt der italienischen Mafia.

Auch im Miniaturenspiel „Der Pate – Corleones Vermächtnis“ ist der tödlich-charismatische „Godfather“ Dreh- und Angelpunkt des Geschehens. Ziel eines jeden Spielers ist es nämlich, als Oberhaupt einer von bis zu fünf zerstrittenen Mafia-Familien genügend Geld und Einfluss anzuhäufen, um dem Paten das Wasser zu reichen.

Schmutzige Geschäfte für sauberes Geld

Angelehnt an den Filmklassiker von 1972, geht es auch im Lizenzspiel um diverse illegale Aktivitäten, wodurch es sich deutlich an ältere Spieler (ab 14 Jahren) richtet.

Der große Spielplan zeigt das zunächst noch unberührte New York. Die Metropole wird jedoch im Laufe von vier Akten zum Schauplatz permanenter Gebietskämpfe um Geld und illegale Waren.

Jeder Akt gliedert sich in sechs Phasen. Dabei läuft alles darauf hinaus, seine Figuren auf den Gewerbefeldern zu platzieren, die beim Erpressen die besten Ressourcen abwerfen. Dazu zählen Waffen, Blutgeld, Schnaps und Rauschgift sowie die Möglichkeit, Geld zu waschen. Nur saubere Scheine wandern in den eigenen Metallkoffer und nicht mehr als Tribut an den Don.

Illegale Waren“-Karten sind nötig, um einträgliche Jobs zu erledigen. Mit dem Geld lassen sich wichtige New Yorker Persönlichkeiten schmieren, die dem Meistbietenden dann als Verbündete dienen.

Am Ende von „Akt IV: Der Verrat“ steht die Schlusswertung, bei der es auf die Menge des gewaschenen Geldes sowie auf die Anzahl der erledigten Jobs und der beherrschten Gebiete ankommt. Der Sieger erbt schließlich „Corleones Imperium“.

Krieg der Mini-Mafia

CMON ist bekannt für seine detaillierten Miniaturen, die auch in „Der Pate“ nicht fehlen. Insgesamt enthält das Spiel 34 Figuren, darunter je drei individuell gestaltete Modelle der Mitglieder aller fünf Familien.

Das übrige Spielmaterial – Karten, Plättchen, Marker und fünf Koffer aus Metall – steht der hohe Qualität der Mini-Figuren in nichts nach. Somit sind die Grundbausteine für ein echtes Imperium gelegt.

Fazit:

„Der Pate – Corleones Imperium“ greift alle zentralen Merkmale des Mafia-Settings auf und kombiniert sie mit Ressourcen-Management und detailverliebten Minis. Da verschiedene Strategien zum Sieg führen, verlaufen die Familienfehden nie identisch.

Lob zum Spiel

+ überdurchschnittlich hohe Materialqualität

+ viele Parallelen zur Filmvorlage und dem Mafia-Genre