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19.10.18 – Erzählspiel für 1-4 Drehbuchautoren

Hub Games: Untold

Eine Fernsehserie, die alle Wünsche ihrer Zuschauer verwirklicht? Kein Problem mit „Untold“, dem Erzählspiel, das Fans zu Autoren und Akteuren macht.

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Fünf Szenen, neun Würfel und unbegrenzte Möglichkeiten, die eigene Fantasiegeschichte zu erzählen – Das ist „Untold“. © P. Tonn

 
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Wenn ein Spieler eine Aktion beschrieben hat, gibt eine zufällige Ereigniskarte den Grad des (Miss-)Erfolgs an. © P. Tonn

 
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„Untold – Das Abenteuer wartet“ gibt bis zu vier Spielern die Chance, ihre eigene Geschichte zu erzählen. Egal, ob sie Lust darauf haben, ein verzwicktes Verbrechen aufzuklären, eine Alien-Invasion abzuwehren oder auf eine Reise um die Welt(en) zu gehen – alles ist möglich, was die eigene Fantasie erlaubt.

Ein klassisches Brettspiel mit Gewinnern und Verlierern ist „Untold“ daher nicht. Vielmehr liegt der Spielspaß in diesem kooperativen Storytelling-Game vor allem darin, in die Rollen selbst kreierter Charaktere zu schlüpfen und mit ihnen Abenteuer in einer gemeinsam erschaffenen Welt zu erleben.

In fünf Szenen zum Showdown

Viele Medien erzählen Geschichten, doch „Untold“ orientiert sich vor allem am Fernsehen. Genauer geht es darum, sich die gespielten Abenteuer als TV-Serie vorzustellen. Das wird schon anhand des Spielmaterials deutlich, darunter z. B. Spielertableaus in Bildschirmoptik oder Marker und Karten mit Play-, Pause- und Rewind-Symbolen.

Doch nicht nur optisch lehnt sich das Spiel an das Fernsehen an, sondern auch spielmechanisch. Denn jede Episode verläuft in fünf Szenen, die sich vom „heiklen Dilemma“ bis zum „finalen Showdown“ entfalten. Dabei gilt: Der Weg ist das Ziel, da nicht nur das Finale großes Spaßpotenzial birgt, sondern jede einzelne Szene.

Setting, Namen und weitere Details der Serie legen die Spieler zu Beginn auf einem Blatt des Episodenguide-Bogens fest. Anschließend überlegt sich jeder eine Figur, die er innerhalb der Serie verkörpern will und notiert sich auch ihre Eckdaten auf einem Charakterprofil-Zettel.

Würfel und Karten erzählen mit

Und dann beginnt das Abenteuer mit einem Würfelwurf. Denn „Untold“ verwendet „Rory's Story Cubes“, die den Spielern mit ihren unterschiedlichen Symbolen auf allen Seiten als Inspirationsquelle dienen.

Die Erzählwürfel formen also die Geschichte mit, indem sie die Ausgangssituationen jeder Szene beeinflussen und an den Antworten zu allen Fragen der Spieler mitarbeiten.

So wie für Fragen gibt es auch für geplante Handlungen sogenannte Aktionsmarker, die nur begrenzt eingesetzt werden können. Wie erfolgreich das Vorhaben dann tatsächlich ist, entscheiden Ergebnis- und Reaktionskarten. Damit kommt dann doch noch ein gewisses Glücksmoment ins Spiel, das den reibungslosen (und somit langweiligen) Triumphzug der Spieler verhindert.

 

Fazit

„Untold“ schickt die Spieler auf ein selbst erzähltes Abenteuer und lässt ihnen dabei fast die volle Kontrolle. Die Würfel und Karten erfüllen dabei ihren Zweck als grobe Richtungsweiser. Wer diese große Freiheit beim (Erzähl-)Spielen mag, kommt auf seine Kosten. Wer sich hingegen etwas mehr Widerstand durch Regeln oder Wettbewerb wünscht, ist hier womöglich im falschen Film.

 

Lob zum Spiel

+ schöner Einstieg ins Erzähl- und Rollenspiel-Genre

+ innovative Spielmechanik mit „Rory's Story Cubes“

+ komplette Freiheit für Setting und Charaktere

 

Kritik zum Spiel

– setzt hohe Affinität zum freien Fantasiespiel voraus