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17.08.18 – Tempelbau für 1-4 Hochstapler

Zoch!: Menara

Bei „Menara“ von Zoch! versucht eine Gruppe von Forschern, gemeinsam einen mysteriösen Tempelturm zu errichten. Doch dieser verzeiht keine Fehler.

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Nur kluge Köpfe mit ruhigen Händen können „Menara“ gemeinsam bezwingen.

 
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Im Laufe des Spiels sind unterschiedlich schwere Bauplankarten zu erfüllen. © P. Tonn

 
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Was Geschicklichkeitsspiele angeht, hat Zoch! einige Referenzen vorzuweisen. Titel wie „Bausack“, „Bamboleo“ oder „Riff Raff“ verlangen den Spielern viel Fingerspitzengefühl und ein gewisses Gespür für Statik ab.

„Menara“ tritt nun in die Fußstapfen dieser Balanceakt-Spiele, grenzt sich aber vor allem auch optisch von seinen Vorgängern ab. Denn diesmal begeben sich die Spieler als Archäologen in den Dschungel, wo sie die Ruinen eines uralten Tempels finden.

Diese werden durch 18 Tempelböden aus stabilem Pappkarton und 76 verschiedenfarbigen Holzsäulen repräsentiert. Und damit der majestätische „Menara“ wieder in seinem früheren Glanz erstrahlt, machen sich die Spieler daran, die Ruinenteile aufeinanderzustapeln.

Die Glyphe hat gesprochen

Auch wenn es anfangs nicht danach aussieht, folgt der Tempelbau einer speziellen Ordnung. Denn zu Beginn seines Zuges zieht jeder Spieler eine von 35 Bauplankarten mit blauen, gelben oder roten Glyphen (einfach – mittel – schwierig). Jede davon zeigt auf ihrer Vorderseite ein Symbol, das vorschreibt, wie viele Säulen auf welche Weise zu verbauen sind.

Säulen dürfen allerdings immer nur auf gleichfarbige Sockelfelder gestellt werden. Sobald ein Tempelboden komplett mit Säulen bedeckt ist, muss die nächste – zufällig bestimmte! – Etage aufgelegt werden.

Auf diese Weise wächst der Tempel, bis er schließlich die erforderliche Anzahl an Etagen besitzt. Dann haben die Spieler gemeinsam gewonnen. Doch Achtung: Wenn sich eine Bauplankarte nicht erfüllen lässt, verlangt das Spiel eine zusätzliche Etage für den Sieg. Und der wird mit jedem neuen, merkwürdig geschwungenen, löchrigen oder unpassenden Tempelboden immer unwahrscheinlicher...

Gemeinsam hoch hinaus

Als kooperatives Geschicklichkeitsspiel kommt es bei „Menara“ vor allem darauf an, dass sich die Spieler gut absprechen. Wer kann am wahrscheinlichsten eine schwierige Bauplankarte erfüllen? Wie herum legen wir den nächsten Tempelboden auf? Sollte ich meine Säulen gegen andersfarbige aus dem gemeinsamen Camp-Vorrat tauschen?

All das sind Entscheidungen, die es zu treffen gilt, um dem Glücks- bzw. Pechfaktor des Spiels entgegenzuwirken. Denn das will nur eines: den Tempelturm erneut zum Einsturz bringen!

Fazit

Ein Geschicklichkeitsspiel, bei dem die Spieler nicht gegeneinander antreten, sondern ihre Fähigkeiten vereinen, sieht man nicht alle Tage. „Menara“ schließt diese Lücke und kombiniert leicht verständliche Regeln mit fordernden Balance-Aufgaben zur unterhaltsamen Zitterpartie.

 

Lob zum Spiel

+ variabler Schwierigkeitsgrad

+ vielfältige Baumöglichkeiten

+ Spannung wächst mit der Turmhöhe

Kritik zum Spiel

– Verlust einzelner Stäbe ohne Ersatz ist problematisch