06.02.26 – Mintel Zukunftsreport 2026

Drei globale Verbrauchertrends bis 2030

Die Market-Intelligence-Agentur Mintel hat den Zukunftsreport 2026 vorgestellt. Die Studie beschreibt drei zentrale Trends, die das Konsumverhalten weltweit prägen werden – von der Auflösung klassischer Lebensphasen über das Bedürfnis nach Nähe bis zum Wunsch nach mehr Kontrolle in der digitalen Welt

Menschen-Trends-Mintel-Zukunftsreport-Copyright-Meisenbach-Verlag-GmbH-KI-generiert.png

Der Mintel Zukunftsreport zeigt drei Trends für die kommenden Jahre auf: „Die neue Jugend“, „Zuneigungsdefizit“ und „Anti-Algorithmus“. © Meisenbach Verlag GmbH/KI generiert

 

Der Zukunftsreport 2026 von Mintel identifiziert drei globale Verbrauchertrends: „Die neue Jugend“, „Das Zuneigungsdefizit“ und „Anti-Algorithmus“.

Unter dem Leitmotiv „Die neue Jugend“ beschreibt der Report, dass klassische Lebensphasen zunehmend verschwimmen. Menschen definieren neu, was es bedeutet, jung zu sein, und suchen Erfüllung in einer verlängerten Lebensmitte. Marken, so Mintel, sollten Angebote entwickeln, die diesen Wunsch nach Selbstneuerfindung unterstützen.

Beim Trend „Zuneigungsdefizit“ steht die Sehnsucht nach echten Bindungen im Fokus. In einer zunehmend digitalen Welt gewinnen Familie, Haustiere, Gemeinschaft und Selbstfürsorge an Bedeutung. Für Marken gebe es hier die besondere Chance, zu Katalysatoren echter Verbindungen zu werden. Denn es braucht Angebote, die Nähe, Fürsorge und Zugehörigkeit stärken, damit physische Gemeinschaften bestehen bleiben.

Der dritte Trend „Anti-Algorithmus“ thematisiert das wachsende Bedürfnis nach Kontrolle und Vertrauen. Verbraucher möchten nachvollziehen können, wie Algorithmen ihr Leben beeinflussen, und legen Wert auf Plattformen, die Transparenz und Mitgestaltung ermöglichen. Technologien, die intransparent arbeiten, so Mintel, werden an Vertrauen einbüßen. Der neue Maßstab für Beziehungen wird Vertrauen sein. Marken müssten erkennen, wo sie in diesem Spannungsfeld zwischen Empowerment, Vertrauen und Kreativität stehen.

Laut Dan Takacs, Associate Director Macro Trends EMEA Insights bei Mintel, verändern wirtschaftliche Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und der Fortschritt der KI das Konsumverhalten grundlegend. Bis 2030 werde sichtbar, wie Menschen Lebensphasen, Kreativität und Kontrolle neu ausloten – und in einer automatisierten Welt nach echter Verbundenheit suchen.

Weitere Artikel zu: