16.04.16

HDE: Optimistische Händler

So gut wie seit fünf Jahren nicht mehr ist die aktuelle Geschäftslage der Einzelhandelsunternhemen – das ergab eine aktuellen Konjunkturumfrage des HDE.

hdekonjunkturfrhjahr2016.jpg
 

Die Befragung durch den Handelsverband Deutschland (HDE) zeigt, dass die Händler insgesamt optimistisch auf den Verlauf des Jahres 2016 blicken. Die ersten beiden Monate hätten laut HDE für ein nominales Unmsatzplus von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesorgt. Für das gesamte Jahr 2016 prognostiziert der HDE ein Umsatzwachstum von plus zwei Prozent. Der Verband sieht insbesondere den Online-Handel als Wachstumsmotor und erwartet hier einen Umsatzzuwachs von elf Prozent für 2016. So erwarten knapp 70 Prozent der Multichannel-Händler Zuwächse für ihre Online-Shops und -Marktplätze, belegt die HDE-Konjunkturumfrage.  

Gleiches gilt nicht für die Händler in den Innenstädten. 70 Prozent der Befragten berichten von sinkenden Kundenfrequenzen. Über alle Lagen hinweg liegt der Wert bei 58 Prozent, wobei die Umsatzeinbußen laut Umfrage „nicht so dramatisch" seien wie die rückläufigen Besucherzahlen. Dennoch, so der HDE, fehlen viele Impulskäufer.

Um dem Attraktivitätsverlust der Innenstädte entgegenzuwirken, startete der HDE am 13. April 2016 gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund eine „Allianz für Innenstädte“. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth betont: „Handel und Kommunen müssen an einem Strang ziehen.“ Wesentliche Handlungsfelder für die Allianz sind unter anderem der Ausbau der Digitalisierung der Innenstädte, der Handel als Bestandteil der vernetzten Mobilität, die Vereinfachung des Baurechts, der Bürokratieabbau und die Erreichbarkeit für die Nutzer von öffentlichen Verkehrsmitteln.