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11.12.17

HDE: Schwache zweite Adventswoche

Die Umsätze im Einzelhandel lagen in der Woche vor dem zweiten Advent unter denen der Vorwoche. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des HDE.

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Die Branche erwartet in den kommenden Wochen den Endspurt im Weihnachtsgeschäft – dann entscheidet sich, was unter dem Baum landet. © Pixabay

 

Für die aktuelle Trendumfrage hat der Handelsverband Deutschland (HDE) 400 Unternehmen aller Größen, Standorte und Branchen zu Wort kommen lassen. Das Ergebnis: Insgesamt lagen die Umsätze in der zweiten Adventswoche nicht nur unter denen der Vorwoche, sondern auch unter denen des Vorjahreszeitraums. Händler in den Branchen Haushaltswaren und Spielwaren verzeichneten aber gute Geschäfte.

 

Allerdings leidet der Fachhandel in den Innenstädten, vor allem in den Bereichen Bekleidung sowie Uhren und Schmuck, unter schwachen Besucherfrequenzen. Die Befragten berichten von einem sehr verhaltenen Verlauf des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes. Deshalb fordert HDE-Präsident Josef Sanktjohanser, dass Politik, Kommunen und Gewerkschaften sich gemeinsam für attraktive Städte einsetzen und dem stationären Handel in der Innenstadt die gleichen Chancen einräumen wie dem Online-Handel. Er ist überzeugt: „Das anhaltende Gezerre um die Sonntagsöffnungen schadet dem Wirtschaftsstandort Innenstadt massiv.“

 

Wird die Prognose erreicht?

Einen Umsatz von 94,5 Mrd. € im Einzelhandel hat der HDE für November und Dezember prognostiziert – das wäre eine Steigerung von 3 % im Vergleich zum Vorjahr. Davon entfallen mehr als 12 Mrd. € auf den Online-Handel, der seine Umsätze laut Prognose um 10 % im Vergleich zum Vorjahr steigern wird. Ob die Prognose erreicht wird, wird sich in den kommenden zwei Wochen zeigen – erfahrungsgemäß sind die Kunden jedenfalls kurz vor dem Fest noch einmal kräftig in Kauflaune.