13.01.26 – Mattel

Barbie stellt erste Puppe mit Autismus vor

Mit der ersten Barbie-Puppe mit Autismus setzt Mattel ein starkes Zeichen für Repräsentation im Spiel. Die neue Fashionista wurde gemeinsam mit dem Autistic Self Advocacy Network entwickelt und soll Kindern ermöglichen, Vielfalt spielerisch zu erleben – authentisch, respektvoll und sichtbar.

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Für den Launch in Deutschland arbeitet Barbie mit Rafaela Lisbeth Kiene zusammen – sie ist selbst Autistin und setzt sich aktiv dafür ein, auf ihren Social-Media-Kanälen über neurodivergente Lebensrealitäten aufzuklären. © Mattel

 
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Die Barbie-Puppe mit Autismus ist seit dem 12. Januar 2026 erhältlich. © Mattel

 

Mattel bringt erstmals eine Barbie-Puppe mit Autismus auf den Markt. Die neue Fashionista ist das Ergebnis einer mehr als 18 Monate dauernden Zusammenarbeit mit dem Autistic Self Advocacy Network (ASAN), einer gemeinnützigen Organisation, die von und für Menschen im Autismus-Spektrum geführt wird. Ziel der Kooperation war es, autistische Lebensrealitäten möglichst authentisch abzubilden. Die Puppe ergänzt die Barbie Fashionistas Kollektion, die bereits eine große Bandbreite an Hauttönen, Haarstrukturen, Körpertypen sowie medizinischen Bedingungen und Behinderungen umfasst.

„Seit Jahrzehnten spiegelt Barbie die Welt wider, die Kinder sehen und von der sie träumen. Unsere erste autistische Barbie setzt diese Tradition fort“, sagt Jamie Cygielman, Global Head of Dolls bei Mattel. „Die Zusammenarbeit mit ASAN hat uns geholfen, jedes Detail authentisch zu gestalten. Wir sind stolz, die Inklusion im Spielzeugregal weiter auszubauen – denn jedes Kind verdient es, sich in Barbie wiederzufinden und sein grenzenloses Potenzial zu erkennen.“

Bei der Gestaltung der Puppe wurden bewusst Merkmale integriert, die Erfahrungen aus dem Autismus-Spektrum widerspiegeln. Dazu gehören bewegliche Gelenke an Ellbogen und Handgelenken, die u. a. sogenannte „Stimming“-Bewegungen ermöglichen, sowie ein leicht seitlich ausgerichteter Blick, der verdeutlicht, dass direkter Augenkontakt nicht für alle Menschen selbstverständlich ist.

Zum Zubehör zählen ein pinkfarbener, drehbarer Fidget-Spinner als sensorisches Hilfsmittel, Noise-Cancelling-Kopfhörer zur Reduktion von Umgebungsgeräuschen sowie ein Tablet mit symbolbasierter AAC-Kommunikation, das alternative Kommunikationsformen darstellt. Auch die Kleidung ist sensorisch freundlich gestaltet: ein locker sitzendes, lila gestreiftes A-Linien-Kleid mit kurzen Ärmeln und fließendem Rock, kombiniert mit flachen Schuhen für Komfort und Stabilität.

Für den Launch in Deutschland arbeitet Barbie mit Rafaela Lisbeth Kiene zusammen, die selbst autistisch ist und sich auf ihren Social-Media-Kanälen für Aufklärung über neurodivergente Lebensrealitäten einsetzt. „Als autistische Frau und Sozialarbeiterin weiß ich, dass Autismus für viele Menschen als Einschränkung wahrgenommen wird. Viele Barrieren entstehen dabei erst durch eine Umwelt, die auf unterschiedliche Wahrnehmungen nicht eingestellt ist. Repräsentation im Kinderzimmer kann helfen, für diese Realität früher eine Sprache zu finden und Verständnis zu fördern."

Die Fashionistas-Kollektion umfasst inzwischen mehr als 175 Looks und steht für Vielfalt und Inklusion. Studien der Cardiff University zeigen zudem, dass Puppenspiel Empathie und soziale Fähigkeiten fördern kann – auch bei neurodivergenten Kindern. Mit der neuen autistischen Barbie möchte Mattel dazu beitragen, dass sich jedes Kind im Spiel wiederfinden kann.

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