Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

10.11.14 – Rainbow Loom

Kleine Bänder, große Wirkung

Erfinder Choon Ng erklärt Ursprung, Hintergründe und Sicherheitsaspekte des aktuellen Loom-Hypes.

Ng Choon

«Rainbow Loom»-Erfinder Choon Ng begeistert mit seinen Produkten vor allem den Nachwuchs.

 

Was heute weltweite Bekanntheit erlangt hat, begann ganz unscheinbar am Küchentisch von Familie Ng. Dort hat Choon 2011 die allerersten Versuche gemacht, aus Gummibändern modischen Armschmuck für seine Töchter herzustellen. Diese waren begeistert von den Ergebnissen und ermutigten ihren Vater dazu, seine Idee auszubauen und schließlich auch zu vermarkten. Drei Jahre später ist das ursprüngliche Familienunternehmen zu einer Marke herangewachsen, deren Wert heute auf über 100 Mio. Euro geschätzt wird. Doch bis dahin war es ein langer Weg mit vielen Hindernissen, Tests und Änderungen, räumt Choon Ng ein, für den «Rainbow Loom» das erste Projekt dieses Umfangs ist.

Dass sich das «Loomen» erst bei den Kindern in der Nachbarschaft, dann in Amerika und schließlich in der ganzen Welt wie ein Lauffeuer verbreiten würde, hätte er sich damals nicht träumen lassen. Heute erklärt er sich den Hype wie folgt: «Ich denke, es liegt besonders daran, dass die Kinder kreativ sein können. Sie entwickeln selbst etwas.» – Und das in einer Zeit, in der Smartphones, Videospiele und das Fernsehen einen erheblichen Teil der kindlichen Aufmerksamkeit binden.

Vom Trend zum langfristigen Erfolg

Die Geschäftsführerin der DACH-Zentrale Margit Wendelberger betonte, dass dem Fachhandel bei der langfristigen Etablierung der Marke eine besondere Bedeutung zukomme. Denn «Rainbow Loom» ist ein Produkt, dessen Wert sich erst in der Kommunikation vollständig erschließt, z.B. in Kundengesprächen im Geschäft vor Ort. Eine ähnliche Funktion erfüllt in diesem Rahmen aber auch Youtube, wo tagtäglich unzählige (Lehr-)Videos zu innovativen «Looming»-Techniken und -Motiven eingestellt werden – überwiegend von Fans für Fans. So bleibt die Thematik aktuell, was Voraussetzung dafür ist, dass sie nicht nach einer kurzen Hype-Phase wieder aus dem Bewusstsein verschwindet. Zudem gebe es aber auch jede Menge neuer Ideen seitens des Erfinders. Eine echte Weltneuheit soll auf der Nürnberger Spielwarenmesse Anfang nächsten Jahres präsentiert werden.

Ganz zentrale Themen, die in der Runde ebenfalls ausführlich diskutiert wurden, sind die Sicherheit und Nachhaltigkeit der Produkte. Uli Brobeil, Geschäftsführer des Deutschen Verbands der Spielwaren-Industrie (DVSI), appellierte in diesem Zusammenhang letztendlich an die Aufsichtspflicht der Eltern. Denn Original «Rainbow Loom»-Produkte seien ausreichend geprüft und bei sachgemäßer Verwendung nachweislich unbedenklich für Mensch und Umwelt. Außerdem wolle man in Zukunft noch mehr auf recyclebare Materialien setzen, die heute bereits 80% ausmachen. Choon Ngs Ziel ist es schließlich, noch lange Zeit innovative Produkte zu liefern, die sicher sind und zudem auch dem Nachhaltigkeitsgedanken entsprechen. So blickt er mit Optimismus in die Zukunft: «Wir fangen gerade erst an, das ist nicht das Ende.»