24.08.26 – YouGov/Kind + Jugend

Wie offen sind Eltern für KI im Kinderzimmer?

Vom intelligenten Babyphone bis zur KI-gestützten Lernhilfe: Immer mehr Produkte für Babys und Kleinkinder setzen auf smarte Technologien. Doch wie stehen Eltern zu dieser Entwicklung? Eine aktuelle YouGov-Studie im Auftrag der Kind + Jugend zeigt, wie offen sie für KI im Kinderzimmer sind und welche Faktoren ihre Kaufentscheidung beeinflussen.

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Nicht der Preis, sondern Sicherheits- und Datenschutzfragen sind der entscheidende Knackpunkt beim Einsatz von KI im Kinderzimmer. © Meisenbach GmbH/KI generiert

 

Jeder zweite Elternteil steht dem Einsatz von KI bei Produkten für Babys und Kleinkinder grundsätzlich offen gegenüber, die andere Hälfte bleibt skeptisch. Die größten Hürden sind Sicherheitsbedenken (36 %) und Sorgen um den Datenschutz (35 %), gefolgt von möglichen Auswirkungen auf die kindliche Entwicklung (26 %). Erst danach nennen 23 % der Befragten den Preis als Kaufhemmnis. Für Hersteller heißt das: Transparenz und verantwortungsvoller Umgang mit Daten wiegen schwerer als ein aggressiver Preispunkt.

Gleichzeitig ist KI im Familienalltag längst angekommen: Mehr als die Hälfte der Eltern nutzt bereits smarte Anwendungen – von Gesundheits- und Ernährungs-Apps über Schlaftracker bis hin zu Organisationstools. Besonders technologieaffin zeigen sich junge Eltern: In der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen stehen 68 % KI-Produkten offen gegenüber, bei den 25- bis 34-Jährigen sind es 56 %, ab 35 Jahren sinkt der Wert auf 43 %. Auffällig ist auch der Gender-Gap: 59 % der Väter sind KI-Produkten gegenüber aufgeschlossen, aber nur 41 % der Mütter.

Wo wünschen sich Eltern Unterstützung?

Vor allem bei der Organisation des Familienalltags (29 %), im Haushalt (29 %) und rund um Sicherheit (26 %). Genannt werden etwa KI-gestützte Entwicklungsbegleiter, intelligente Baby-Monitore oder digitale Ernährungs- und Alltagsassistenten. Häufig geäußert wird zudem der Wunsch nach Anwendungen, die Babysignale oder Weinen analysieren und Eltern helfen, Bedürfnisse besser zu verstehen. Für die Branche eröffnet sich damit ein klares Aufgabenfeld: Gefragt sind intelligente, alltagstaugliche Lösungen, die Zeit sparen, Sicherheit erhöhen und zugleich Vertrauen schaffen.

„Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Zukunft von KI-Produkten für Familien nicht allein von technologischen Innovationen abhängt. Entscheidend wird sein, Vertrauen aufzubauen und den verantwortungsvollen Umgang mit sensiblen Daten transparent zu machen“, so Jörg Schmale, Director der Kind + Jugend. „Genau diese Diskussion wollen wir mit unserem Leitthema ‚Growing with AI‘ auf der Kind + Jugend 2026 aktiv fördern.“ Wie Hersteller diese Balance aus Innovation und Verantwortung gestalten, wird vom 15. bis 17. September 2026 auf der Kind + Jugend in Köln sichtbar.