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09.09.19 – Pressegespräch zur Kind + Jugend 2019

BVS: Babyboom treibt den Markt

Der Babyboom in Deutschland stabilisiert sich weiter auf hohem Niveau und sorgt für Rückenwind bei Baby- und Kinderausstattern, informiert der BVS zum Pressegespräch der Kind + Jugend.

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Die Ausgaben für Baby- und Kinderausstattung (0 bis 3) steigen seit Jahren kontinuierlich an. © IFH Köln

 
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Auch im Autokindersitz-Segment sieht es positiv aus. Wachstumstreiber sind unter anderem Reboarder. © Interconnection Consulting

 
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Im Jahr 2018 gaben die Eltern für ihre Kleinsten in den ersten drei Lebensjahren nach Einschätzung des IFH Köln über 2,5 Mrd. Euro aus. Sie investierten damit 0,9 % mehr in Baby- und Kinderausstattung als im Vorjahr. Umgerechnet sind das ca. 1.084 Euro pro Kind. „Kinderkriegen bleibt angesagt. Dank Vollbeschäftigung und Rundum-Betreuung entscheiden sich immer mehr Deutsche, eine Familie zu gründen. Moderne Eltern verbinden Familienleben mit urbanem Lifestyle“, so Steffen Kahnt, Geschäftsführer des Handelsverband Spielwaren (BVS).

 Der Babyboom kennt kein Ende: Auch für das Jahr 2018 rechnet das Statistische Bundesamt mit einer Stabilisierung der Geburtenrate auf hohem Niveau. So wurden im vergangenen Jahr nach vorläufigen Ergebnissen der Behörde in Deutschland 787.523 Kinder geboren ( + 0,3 % gegenüber dem Vorjahr).

Eltern profitieren von innovativen E-Kinderwagen

Der Trend zu leichten und kompakten Kinderwagen ist nach wie vor ungebrochen. Allen voran sind Quickfolder stark nachgefragt. Selbstfalter-Modelle falten sich sogar auf Knopfdruck automatisch zusammen und stellen sich ebenso wieder auf. Eine echte Innovation in diesem Bereich ist jedoch der E-Kinderwagen. Dieser hat eine elektronische Anschiebehilfe und wird mit einem Akku betrieben. „Die Zukunft ist elektrisch. Sehen wir in diesem Sommer die E-Scooter durch die Städte rollen, präsentieren immer mehr Hersteller elektrische Kinderwagen. Lästiges Bergaufschieben könnte also schon bald der Vergangenheit angehören“, so Kahnt weiter.

Laut dem Marktforschungsunternehmen Interconnection Consulting kauften die Deutschen in 2018 insgesamt 837.052 Kinderwagen (inkl. Buggys). Das entspricht einem Plus von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Und Kinderwagen werden immer besser: Laut dem letzten Test der Stiftung Warentest ist der Komfort bei den Kombi-Kinderwagen deutlich gestiegen. Die Wannen der Kinderwagen wurden größer und die Ergonomie besser an die Babys angepasst.

Mehr Autokindersitze verkauft

Der Markt für Autokindersitze konnte ein leichtes Plus verzeichnen: Die Deutschen kauften 2018 laut Interconnection Consulting rund 2,5 Mill. Autokindersitze – das sind 1,8 % mehr als im Vorjahr: Wachstumstreiber sind laut dem Marktforschungsunternehmen GfK rückwärtsgerichtete Sitze, die immer mehr an Bedeutung gewinnen. Bei Reboardern wird das Gewicht des Kindes beim Aufprall stärker verteilt. Der Umsatzanteil der rückwärtsgerichteten Sitze liegt im ersten Halbjahr 2019 bei knapp 30 % – gemessen am GfK Panelmarkt – das entspricht einem Plus von 8 % gegenüber den ersten sechs Monaten 2018.

Zuwachs bei i-Size

Autokindersitze mit dem i-Size-Standard entwickeln sich laut GfK weiterhin sehr stark und konnten im ersten Halbjahr einen Umsatzanteil von 19 % verzeichnen. Das entspricht einem Wachstum von knapp 60 % im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr. Gleichzeitig ist ein gesunkener Durchschnittspreis zu beobachten. Durchschnittlich bezahlte der Konsument im ersten Halbjahr 266 Euro für einen i-Size-Kindersitz. Entsprechende Sitze mit i-Size-Norm müssen höhere Sicherheitsstandards, u. a. bei einem Seiten- und Frontalaufprall erfüllen. Zudem vereinfacht die Größenangabe des Kindes in cm (anstelle von kg) die Wahl des richtigen Kindersitzes.

Stark im Kommen sind außerdem Warnsysteme, welche die Eltern via App informieren, wenn Kinder im Auto vergessen wurden bzw. zu lange im Auto allein gelassen werden.

Baby- und Kleinkindspielzeug

 Bei Spielzeug für die Kleinsten konsolidierte sich der Markt nach einem Rückgang im letzten Jahr - wie das Verbraucherpanel Spielwaren der npdgroup zeigt. Während der Spielwaren-Gesamtmarkt sich in 2018 stabil entwickelte, konnte der Umsatz bei Spielzeug für unter 3-Jährige um 2,4 % zulegen: Zählt man alles, was laut npdgroup-Statistik für unter 3-Jährige gekauft wird, wie Sandspielzeug, Lego duplo, Brettspiele oder Bobby Cars, gaben die Deutschen 2018 524 Mio. Euro aus. Das entspricht einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahresniveau.