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26.04.14 – BVS

Die Zielgruppe erreichen

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«Mein Kunde, mein Laden, mein Weg»: Die rührigen Facheinzelhändler Jürgen Budke, Hildegard Peppinghaus, Ralf Viehweg und Heinz Lehmann (von links) erzählten über ihre Konzepte.

 
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Unter dem Motto «Der Weg zum Kunden» lud vom 17. bis zum 18.3.2014 der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) zum Branchendialog nach Köln. Rund 90 Teilnehmer waren diesmal zu der zweitägigen Veranstaltung gekommen, für welche die BVS-Geschäftsführer Willy Fischel und Steffen Kahnt hochkarätige Referenten gewinnen konnten. Sie alle gaben Antworten auf Fragen, die zur Endverbraucher-Kommunikation, -bindung und -frequenz beitragen. «Der Kunde, das unbekannte Wesen» wurde eingangs von Cirk Sören Ott, Vorstand der Gruppe Nymphenburg Consult, beleuchtet. Er erklärte, warum man etwas und wo kauft, wie sich dieser Prozess verändert, wann und wo der Kaufentscheid fällt und welche Rolle Preis, Produktqualität, Service und Bequemlichkeit spielen.

Darauf folgten positive Beispiele von Unternehmern, die ihre ganz individuellen Konzepte präsentierten. «Ich investiere 50% des Umsatzes in Werbemaßnahmen», sagt Hildegard Peppinghaus aus Münster, die in ihrem 500 m2 großen Fachgeschäft «Spiel + Freizeit Peppinghaus» ein klassisches Vollsortiment bietet und viel Wert auf Beratung und Service legt. Ihr Mitbewerber Jürgen Budke hingegen betreibt sein «Mukk Kinderkaufhaus» mit einer Verkaufsfläche von 3000 m2 in der Stadtmitte. Der erfahrene Mehrbranchenanbieter setzt auf Erlebniseinkauf ab der Schwangerschaft: «Wir wecken Emotionen und laden zum Verweilen ein.» Diese Aussage trifft auch auf «Idee+Spiel Hannover» zu. Unterhaltsam schilderte Heinz Lehmann die erfolgreiche Wandlung vom Spielwarenhändler zum Eventmanager seiner «Männerabende», die bereits von 18 Fernsehteams dokumentiert wurden. «Man braucht für die Umsetzung auf jeden Fall starke Partner», betont er. Diese hat ebenso Ralf Viehweg an seiner Seite, wenn im ansässigen Einkaufscenter «Chemnitz spielt». Zudem agiert er als Ideengeber von «Monopoly-Erzgebirge», das sich bei «Viehweg Spiel + Freizeit» als Topseller erwies. Sein Wunsch für die Zukunft: «Dass wir als Schaufenster für die Industrie honoriert werden, damit mein Sohn in ein paar Jahren noch Spielzeug führen kann.»

Die generationsübergreifende Nachfolge thematisierte auch Christian Krömer in seinem Beitrag «Wir sind zur Expansion verdammt». Gemeinsam mit Bruder und Eltern führt er das Familienunternehmen «Spielwaren Krömer» mit mittlerweile 16 Filialen. Zu den Vorteilen vieler Läden würden u.a. bessere Konditionen sowie niedrigere Kosten und verminderte Risiken zählen.

Das Schlusswort der Tagung hatte der BVS-Vorsitzende Wieland Sulzer, der folgendes Resümee zog: «Der Handel investiert in die Zukunft, muss sich aber auch neue Strukturen suchen, um sich weiterzuentwickeln. Dabei sitzt die Industrie nicht auf der Zuschauerbühne – ein Weg in die richtige Richtung.»