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08.06.14

Puppenkönig: Zukunftsorientiertes Traditionshaus

Das in der Bonner Innenstadt ansässige Fachgeschäft «Puppenkönig» bietet seinen Kunden seit über 100 Jahren ein abwechslungsreiches Portfolio.

Zudem sorgen wechselnde Events und Aktionen dafür, dass jeder Besuch zu einem echten Erlebnis wird.

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Gilt als Markenzeichen des «Puppenkönigs»: das über 100 Jahre alte Gebäude an der Bonner Gangolfstraße.

 
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Der Name hält, was er verspricht: Puppen und Zubehörartikel nehmen im Sortiment einen hohen Stellenwert ein.

 
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«Zwei Stunden hier zu verbringen, ist für große und kleine Kinder kein Problem», betont Inhaber Alfred Philipp Westenhöfer. Das im Jahre 1873 in Köln gegründete Spielwarenhaus hat seit 1913 seinen Standort in Bonn. Nach mehreren Umzügen, bedingt u.a. durch eine Vergrößerung des Sortiments, zieht die Firma in ihr heutiges Domizil – die Gangolfstraße in der Innenstadt. Im November 2012 trat mit Tochter Stephanie die dritte Generation in das Traditionsunternehmen ein.

Heute gilt der «Puppenkönig» mit über 40 000 Artikeln als das führende Haus im gesamten Umkreis von Köln, Bonn, Düsseldorf und dem Rhein-Sieg-Kreis. Im Geschäftsgebäude befinden sich drei Verkaufsetagen und eben so viele zusätzliche Lageretagen. Außerdem gibt es ein Außenlager, wo der größte Teil der Warenannahme und die Auszeichnung stattfinden.

«Im Vordergrund der Sortimentsgestaltung stehen ein hoher Qualitätsstandart, die Sicherheit der Spielwaren sowie deren Aktualität.»

Das Fachgeschäft zeichnet sich durch die Kombination aus Tradition und Beständigkeit sowie die Veränderung im Rahmen des Konsumverhaltens durch die Nähe zum Kunden aus. «Somit pflegen wir gerade als Familienunternehmen unsere 140-jährige Tradition ganz besonders, um den generationsübergreifenden Kunden Vertrauen und Sicherheit auf der einen und Aktualität und Vielfalt des Sortiments auf der anderen Seite bieten zu können», erläutert Alfred Westenhöfer. «Für Generationen seit Generationen»– unter diesem Motto können kleine und große Kinder sowie Hobbyisten auf drei Etagen nach Herzenslust stöbern. «Im Vordergrund der Sortimentsgestaltung stehen ein hoher Qualitätsstandart, die Sicherheit der Spielwaren sowie deren Aktualität in Bezug auf Trends in der Branche», erläutert der Chef. Wie er weiter betont, werden nur Artikel ins Sortiment aufgenommen, die einen Qualitätscheck, z.B. in Form von Gütesiegeln, bestanden haben.

Erlebniswelten schaffen

Direkt im Eingangsbereich befindet sich eine Fläche, auf der stets die aktuelle Saisonware, wie Karneval, Sommer, Schulranzen oder Weihnachtsartikel, präsentiert wird. Im Erdgeschoss sind Spielwaren für Kleinkinder sowie Puppen und Plüschtiere zu finden. Hier macht das Geschäft seinem Namen alle Ehre. Das Portfolio in diesem Segment umfasst die führenden Hersteller, wie Käthe Kruse, Zapf Creation, Schildkröt, Steiff oder Götz, aber gerade auch die Firmen, die sich auf Puppenzubehör spezialisiert haben. «Bis auf den Rückgang im Künstlerpuppenbereich kann bei uns im Haus in Bezug auf die klassische Spielpuppe von keinem Umsatzeinbruch die Rede sein» erklärt der Inhaber. Jedoch benötige dieser Sortimentsbereich eine «besondere Pflege» – dazu gehört, neben der Fachberatung, das Präsentieren dieser Artikel im ausgepackten Zustand sowie ein reichhaltiges Zubehörsortiment, um im Ganzen dem Kunden eine eigene Erlebniswelt für sich zu schaffen. In regelmäßigen Abständen ist zudem eine erfahrene Puppendoktorin im Haus, die rege in Anspruch genommen wird. Kunden haben dann die Gelegenheit, ihre Puppen zur Begutachtung oder direkten Reparatur vor Ort mitzubringen. Darüber hinaus gibt es ein großes Angebot an passender Kleidung, Schuhe, Windeln sowie Puppenwagen.

Ebenso erhältlich sind hier Lizenzartikel sowie Bücher, CDs und DVDs. Ein Stockwerk darüber befindet sich die Abteilung für Gesellschaftsspiele, Puzzles und Zubehör für Puppen. Spielwaren für ältere Kinder und Teenager warten in der obersten Etage. Neben Bastelartikeln und Experimentierkästen nehmen hier die Modelleisenbahnen und -autos einen großen Bereich ein – vom interessierten Laien bis hin zum professionellen Modellbauer findet hier jeder das passende Produkt. Die Palette reicht von ferngesteuerten Autos bis hin zu Helikoptern, Schiffen und Booten sowie diversen Bausätzen.

Die Präsentation der Ware ist – im Rahmen der Schaffung von Erlebniswelten– ständig in Bewegung. «Aktuelle Themen und Trends werden, zusätzlich zu den Mottobereichen im Verkaufsraum, zeitnah in unserer, insgesamt 40 m umfassenden Schaufensterfront sowie online auf unserer Homepage und Facebook präsentiert», erklärt der Fachhändler.

Der Kunde ist König

Dass das Wohl der Endverbraucher beim «Puppenkönig» höchste Priorität hat, erkennt man auch an den zahlreichen angebotenen Serviceleistungen. So werden auf Wunsch alle Artikel geschenkemäßig verpackt. «Wenn eine Mutter für einen Kindergeburtstag zahlreiche preisgünstige Artikel kauft, verpacken wir jedes auf Wunsch einzeln. Das gilt zu jeder Zeit, auch zu Weihnachten. Allein hier verbrauchen unsere Verkäuferinnen rund 11 km Papier», erläutert die Juniorchefin, die über ein abgeschlossenes Masterstudium als Marketing-Managerin verfügt. Des Weiteren gibt es für die Jüngsten eine Spielecke sowie einen Wickelraum. Darüber hinaus können Gutscheine erworben werden. Zudem bekommt der Kunde seine Parkmarke erstattet. Weitere Leistungen sind der Vedes- Geburtstags-Club, ein Spieleverleih, ein Zustelldienst sowie eine Reparaturannahme für Modellbauprodukte.

Darüber hinaus macht man mit Katalogen, Rundfunkwerbung, Großplakaten und mithilfe einer Facebook-Seite auf sich aufmerksam. Durch das Sponsoring von Kinder- und Jugendsportveranstaltungen sowie von Vereinen erweitert man ebenfalls seine Bekanntheit. Durch Mailings, wiederkehrende – wie Stadtmeisterschaften oder die «Puppenkönig»-Weihnachtsmodelleisenbahnanlage, die jedes Jahr unter einem neuen Motto im Schaufenster gebaut wird – Geburtstagsboxen, Couponaktionen oder einer Bonuspunktekarte bindet man die Kunden noch enger an das Geschäft.

«Es wird stets traditionelle Spielwaren geben.»

Um den Konsumenten zu jeder Zeit ein abwechslungsreiches Portfolio präsentieren zu können, geht das «Puppenkönig»-Team, das sich je nach Saison aus zwischen 30 und 70 Mitarbeitern zusammensetzt, regelmäßig auf Messen. «Auf der Nürnberger Spielwarenmesse sind jedes Jahr mehrere Einkaufsteams von uns unterwegs – immer auch auf der Suche nach neuen Lieferanten mit innovativen Produkten, die noch nicht überall für den Verbraucher zu finden sind», betont Alfred Westenhöfer. Diese stehen demnach noch nicht im Preiskampf und bringen dem Fachhandel den dringend benötigten Ertrag. «Zudem bieten wir somit den Kunden in unserem Sortimentsportfolio etwas Besonderes», fügt seine Tochter Stephanie hinzu. Genauso wichtig wie der Event in Nürnberg ist für die Inhaber auch die alljährlich im Februar stattfindende Import-Einkaufstagung der Vedes.

Trends auf der Spur

Wie an allen anderen Fachgeschäften, geht die Konkurrenz des Online-Handels auch am «Puppenkönig» nicht spurlos vorbei. «Indem wir uns auf unsere Kernkompetenzen fokussieren, können wir den Kunden vor Ort ein Erlebnis nachhaltig gestalten», betont die Juniorchefin. Der Erlebniskauf werde u.a. durch die Sortimentsbreite, den besonderen Service sowie dem Vorhandensein von diversen Möglichkeiten – wie z.B. Spieltische auf allen Etagen – verstärkt. Weitere Erfolgsgeheimnisse des Ladens sind auf die besondere Beratung durch eine große Anzahl von Fachkräften sowie dem denkmalgeschützten,über 100 Jahre alten Gebäude, das über Generationen als «der Puppenkönig» bekannt ist, zurückzuführen. Hinsichtlich der Zukunft von Spielwaren ist Familie Westenhöfer trotz alledem optimistisch eingestellt: «Selbstverständlich ist auch die Spielware vom Wandel der technischen Möglichkeiten und Innovationen betroffen. Jedoch wird es stets traditionelle Spielwaren geben.»