09.06.26 – Studie von Kantar und asmodee
Brettspielabend beliebter als Ausgehen
Brett- und Kartenspiele werden für viele Menschen zunehmend zum bewussten Gegenpol des digitalen Alltags. Das zeigt das erste „Tabletop Game Barometer“, das asmodee gemeinsam mit Kantar veröffentlicht hat. Die internationale Studie beleuchtet die wachsende Bedeutung von Spielen für soziale Begegnungen, mentale Gesundheit und gemeinsame Zeit ohne Bildschirm.
Anlässlich des International Tabletop Day hat asmodee gemeinsam mit Kantar erstmals das „Tabletop Game Barometer“ vorgestellt. Für die Studie wurden 5.000 Erwachsene in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Schweden und den USA befragt. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Viele Menschen wünschen sich mehr persönliche Begegnungen und weniger digitale Ablenkung im Alltag. Zwei Drittel der Befragten (66 %) geben an, beim Zusammensein mit anderen bewusster präsent sein zu wollen. Gleichzeitig wünschen sich 57 %, dass digitale Geräte im Alltag eine geringere Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund gewinnen Brett- und Kartenspiele zunehmend an Bedeutung, da sie soziale Interaktion fördern und Menschen auf unkomplizierte Weise miteinander verbinden.
Mehr als die Hälfte der Befragten (56 %) sagt zudem, dass Spiele den sozialen Druck reduzieren. 57 % fällt es beim Spielen leichter, neue Menschen kennenzulernen, während 51 % angeben, dass gemeinsame Spieleabende auch schwierige oder bedeutungsvolle Gespräche erleichtern.
Der Spieleabend wird zur beliebten Freizeitgestaltung
Die Studie zeigt außerdem einen Wandel bei Freizeitgewohnheiten und sozialen Prioritäten. So verbringt mehr als die Hälfte der Befragten (57 %) einen Samstagabend lieber zuhause mit einem Brettspiel als beim Ausgehen. Besonders hoch ist dabei der soziale Stellenwert von Spielen: 82 % sind überzeugt, dass Spiele Familien und Freunde enger zusammenbringen.
Darüber hinaus stimmen 94 % der Befragten zu, dass Spielen in jedem Alter wichtig ist. Damit unterstreicht die Studie die zunehmende Bedeutung von Brett- und Kartenspielen für generationenübergreifende Freizeitgestaltung und gemeinschaftliche Erlebnisse.
Spielen als Ausgleich zum Alltag
Neben dem sozialen Aspekt spielt auch das Thema Wohlbefinden eine wichtige Rolle. Fast zwei Drittel der Teilnehmer (62 %) sagen, dass Spiele ihnen helfen, bewusster im Moment zu sein. 63 % empfinden Brett- und Kartenspiele als positiven Ausgleich zum Alltagsstress. Besonders bemerkenswert: 71 % sehen in Spielen sogar einen positiven Einfluss auf die mentale Gesundheit.
Thomas Koegler, CEO von asmodee, erklärt: „Am meisten beeindruckt mich an dieser Studie nicht, dass Menschen Spiele lieben. Das wussten wir bereits. Entscheidend ist vielmehr, dass Spiele heute eine Lücke füllen, die derzeit kaum etwas anderes schließen kann: das Bedürfnis, wirklich präsent mit anderen Menschen zu sein.“ Weiter sagt er: „Je digitaler unser Leben wird, desto stärker suchen Menschen nach Möglichkeiten, bewusst zu entschleunigen und sich wieder miteinander zu verbinden. Brettspiele werden dabei zunehmend Teil der Antwort.“
Brettspiele in Deutschland fest etabliert
Auch in Deutschland sind Brett- und Kartenspiele fest in der Freizeitkultur verankert. Laut Studie spielen 55 % der Menschen hierzulande mindestens einmal im Monat Brettspiele, 20 % sogar wöchentlich. Damit liegen Brettspiele bei der regelmäßigen Freizeitgestaltung vor Aktivitäten wie Videospielen (54 %) oder Konzertbesuchen (23 %).
Quellen: Meta-Gallup, Global State of Social Connections, 2023; The Shape of Play, global study, 2025




