23.04.26 – Eigenverwaltungsverfahren Rofu Kinderland

Investorenvereinbarung abgeschlossen

Die Rofu Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH hat einen Meilenstein im Eigenverwaltungsverfahren erreicht: Drei Monate nach dem Insolvenzantrag und der Eröffnung des Verfahrens hat sie eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH abgeschlossen. Ab August 2026 soll Rofu wieder eigenständig handeln.

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Rofu Kinderland hat im Rahmen seines Eigenverwaltungsverfahrens einen Investor gefunden. © Rofu Kinderland

 

Seit dem 19. Januar 2026 befindet sich Rofu Kinderland in einem Eigenverwaltungsverfahren, das auf den langfristigen Erhalt des Unternehmens abzielt. Nun hat es eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH getroffen, deren Gesellschafter die TOP Locc GmbH ist. Geschäftsführender Gesellschafter ist Achim Weniger, der über jahrzehntelange Branchenerfahrung verfügt. Zusammen mit einer Investorengruppe sollen nun die Voraussetzungen geschaffen werden, Rofu finanziell zukunftsfähig und wirtschaftlich erfolgreich aufzustellen. Den Kaufvertrag haben die Verantwortlichen bereits unterzeichnet. In den kommenden Wochen soll nun ein Insolvenzplan erstellt werden, der einen Vergleich mit den Gläubigern zum Ziel hat. Mit Annahme dieses Insolvenzplans durch die Gläubigerversammlung können die Investoren den Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte übernehmen. Geplant ist, dass Rofu ab August 2026 wieder eigenständig handeln kann und das Insolvenzverfahren hinter sich lässt.

Die Investorenvereinbarung sieht vor, dass 77 Rofu-Filialen mit insgesamt 1035 Mitarbeitern fortgeführt werden. 27 Standorte werden voraussichtlich bis Juli geschlossen. Den rund 330 Mitarbeitern der betroffenen Filialen muss gekündigt werden. Auch in der Zentrale am Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach wird es einen Personalabbau geben. Etwa 80 der rund 360 Mitarbeiter dort werden übernommen. Das Außenlager in Rammstein mit rund 60 Mitarbeitern wird geschlossen.