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05.02.14 – Playmobil

Playmobil: Kleine Figuren ganz groß

Im Jahr 1974 kamen die ersten Playmobil-Figuren auf den Markt. Heute bevölkern 2,7 Mrd. von ihnen Kinderzimmer auf der ganzen Welt. Das Historische Museum der Pfalz zeigt in einer Sonderausstellung Sehenswertes aus 40 Jahren Playmobil.

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Wie riesige Wimmelbilder reihen sich die über 50 bunten Schaukästen aneinander.

Sie zeigen die Varusschlacht ebenso wie einen Piratenkampf in der Karibik oder Begebenheiten aus dem Wilden Westen. Caesar umgarnt Cleopatra, während nebenan Steinzeitmenschen auf Mammutjagd gehen. Das Besondere: Alle Szenen werden ausschließlich mit Playmobil-Spielzeug nachgestellt. 11 500 Playmobil-Figuren und -Tiere sind in Speyer auf 2000 m2 Ausstellungsfläche versammelt – nicht mitgerechnet die unzähligen Bäume, Häuser, Fahrzeuge und anderen Gegenstände aus der Spielzeugwelt. «40 Jahre Playmobil - Eine Abenteuerreise durch die Zeit» heißt die Ausstellung, die noch bis zum 22.6.2014 zu sehen ist und dem runden Geburtstag der Figuren gewidmet ist. Sie führt von der Steinzeit über die Antike und das Mittelalter bis in die heutige Zeit.

Mitmachen erwünscht

Das Museum setzt auf Interaktion, Medieneinsatz und Spielmöglichkeiten, wenn es darum geht, Faszination und Lernfreude zu wecken.

 Große Playmobil-Installationen zu historischen Themen, wie z.B. eine römische Galeere, oder eine große Baustelle laden die Besucher zum Mitmachen und Erforschen ein. Die Ausstellung soll nach Angaben von Museumsdirektor Eckart Köhne keinesfalls als Produktschau verstanden werden. Gezeigt würden viele Dinge, die es in Spielwarenläden so nicht zu kaufen gibt. Zudem zeigen Gemälde, Fotoserien und Grafiken die künstlerische Auseinandersetzung mit Playmobil im In- und Ausland.

Doch die wichtigsten Protagonisten der Schau sind die zehn erwachsenen Sammler. Diese zeigen detailreiche Schaulandschaften von der Dino-Forschungsstation bis zur Feenwelt. So erzählt u.a. Irmtraud Keller aus dem bayerischen Marktoberdorf mit Playmobil-Figuren Märchen, die von den Besuchern erraten werden müssen.

Frank Puritscher aus Waibstadt in Baden-Württemberg wird selbst von der Herstellerfirma Geobra Brandstätter als Experte empfohlen - er besitzt eine der größten Playmobil-Sammlungen weltweit. Der Maler und Stuckateur nennt viele alte Figuren sein Eigen, die noch original verpackt sind. Seine Leidenschaft ist der Fußball – fünf komplette Hoffenheim-Mannschaften hat er schon zusammengestellt. Zu jeder Figur hat er die Unterschrift des Spielers gesammelt. Zudem gibt die Ausstellung Einblicke in die Entstehungsgeschichte und den Herstellungsprozess. Dass die 7,5 cm großen Spielzeugfiguren seit 1974 längst Kultstatus erreicht haben, zeigen internationale Künstler mit ihren Werken, die sich davon haben inspirieren lassen.

Wie das Unternehmen aus Zirndorf betont, sorgte Horst Brandstätter, der Alleininhaber der Geobra Brandstätter allein im vergangenen Jahr mit Investitionen in Höhe von 100 Mio. EUR dafür, dass sein Unternehmen weiterhin zu Deutschlands größten Spieleherstellern gehört.

Meilensteine in der Evolution der Playmobil-Figuren

1972 Geobra meldet das Patent für die 7,5 cm große Figur von Chef-Entwickler Hans Beck an.

1974 Die erste Playmobil-Figur wird auf der Spielwarenmesse in Nürnberg präsentiert.

1976 Die ersten weiblichen Figuren erscheinen.

1981 5,5 cm große Mädchen- und Jungenfiguren sowie 3,5 cm kleine Babys ergänzen die Familie.

1982 Dank Mehrkomponentenformen sind die Hände nun hautfarben und lassen sich drehen.

1987/88 Neue Körperformen sowie Schuhe, Jacken, Westen und lange Röcke schaffen unzählige Varianten.

1990 Die ersten kleinkindgerechten Figuren der neuen Sortimentslinie 1.2.3. begeistern die Jüngsten ab 1 1/2 Jahren.

2006 Figuren mit Kickbein erscheinen pünktlich zur Fußball-WM in Deutschland.

2010 Zum ersten Mal gibt es Figuren in Badekleidung.

2012 Die erste schwangere Playmobil-Frau kommt in den Handel.

2013 Trendige Wechselkleider und Röcke sorgen dafür, dass die Charaktere immer neu eingekleidet werden können.

2014 Bis heute sind ca. 2,7 Mrd. Figuren - davon rund 4000 Varianten - entstanden.

Pro Sekunde werden 3,2 Playmobil-Figuren «geboren».

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