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08.10.15 – Fachgeschäft des Monats Oktober 2015

Spielwaren Oppeneiger – Ein Feuerwerk an Aktionen

In ihrem Fachgeschäft „Spielwaren Oppeneiger“ setzt das junge Inhaberehepaar im österreichischen Radstadt auf zahlreiche Kundenbindungsinstrumente. Dabei legt es vor allem viel Wert darauf, dass die Jüngsten stets mit einbezogen werden.

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Erfolgreiches Team: Eva und Daniel Oppeneiger (hinten) mit ihren beiden Mitarbeiterinnen.

 
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Ansprechendes Erscheinungsbild: Ein Blick durch die großen Schaufenster macht neugierig auf „Spielwaren Oppeneiger“.

 
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Der aktuelle Wettbewerb, der mitten im Laden stattfand, war nach Angaben von Daniel Oppeneiger wieder ein voller Erfolg. Die Kunden mussten schätzen, wie viele der bunten Hama-Bügelperlen in der prominent platzierten Glassäule steckten. Für die naheliegendsten Tipps gab es Bastelpackungen des Herstellers zu gewinnen.

Aktionen spielen schon immer eine große Rolle in dem Familienunternehmen, das der damalige Juniorchef im Januar 2013 von seinen Eltern Ursula und Peter Oppeneiger in der zweiten Generation übernommen hat und nun mit seiner Frau Eva eigenständig führt. Das Ladenlokal, das sich auf 230 m2 erstreckt, befindet sich im Erdgeschoss des Wohnhauses, das wiederum in die alte Stadtmauer
von Radstadt integriert ist. Aufgrund dessen überzeugt der Verkaufsraum durch Bögen und Gewölbe, wodurch einzelne Warenbereiche besonders gut zur Geltung kommen.

Die Sortierung erfolgt zum einen nach Marken, wie beispielsweise Lego, Carrera, Playmobil, Mattel und Hasbro. Auch das deutsche Unternehmen Bruder ist stark vertreten. „Wir listen vor allem große Firmen, weil diese im TV werben, wodurch die Nachfrage steigt“, erklärt Eva Oppeneiger. Andererseits werden in den einzelnen Nischen verschiedene Themenbereiche übersichtlich dargestellt – von Puppen und Plüsch über Bücher bis hin zu Spielen und Puzzles. Das sorgfältig ausgewählte Kleinkindsegment erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit. „Generell legen wir sehr großen Wert auf Qualitätsware“, fasst Eva Oppeneiger zusammen. Mit über 10.000 lagernden Artikeln wird ein umfangreiches Sortiment geboten.

Straffes Unterhaltungsprogramm

Zudem werden saisonale Anlässe berücksichtigt. So gibt es beispielsweise zum Karneval eine reichhaltige Auswahl an Kostümen samt passenden Accessoires. Und im Zuge des Kinderfaschingsumzugs können sich die Kleinen über einen Bon-Bon-Regen aus den Fenstern im ersten Stock freuen. Fast nahtlos reiht sich die dreiwöchige Osterhasen-Malaktion an. Dabei holt sich der Nachwuchs eine
Malvorlage bei „Spielwaren Oppeneiger“ ab und bringt diese ausgemalt zurück. Die Kunstwerke werden in den Schaufenstern ausgestellt – dann kommt der Osterhase im Vollkostüm und überreicht jedem Teilnehmer persönlich einen Plüschhasen.

Malwettbewerbe zu bekannten Themen wie „Sorgenfresser“, „Top Model“ und „My Little Pony“ wurden ebenfalls schon realisiert. Eine weitere Aktion zu den „Safiras“ von Simba Toys befindet sich in der Planung. „Wir veranstalten viele Events, wobei die Kinder aktiv integriert werden, da uns der persönliche Kontakt zu den kleinen Kunden überaus wichtig ist“, betont Daniel Oppeneiger. Der gelernte Einzelhandelskaufmann und seine Frau, die selbst eine zweijährige Tochter haben, vermitteln die Firmenphilosophie genauso an ihre Beschäftigten – eine Vollzeitkraft und eine Auszubildende.

Spiele für die Region

Auch Spieleschulungen, die von der Industrie angeboten werden, nimmt das kleine Team regelmäßig wahr. „Wir können im Spielebereich nur richtig beraten, wenn wir die Regeln kennen“, meint der 38-jährige Oppeneiger. Gerne kümmert man sich auch um Hotel- und Appartementbestückungen für Spiele in der Ferienregion und stellt ein unterhaltsames Sortiment zusammen. Sollte im Laufe der Zeit ein Teil verloren gehen, wird die Packung einfach wieder neu bestückt.

Unterstützung erhält die Region ebenso bei Veranstaltungen – u. a. in Form von betreuten Spielestationen oder verschiedenen Gewinnspielen. Für das mittlerweile größte Kinderfest Österreichs ist das Spielwarengeschäft sogar Vorreiter, wie Daniel Oppeneiger stolz berichtet: „Der Radstädter Kindertag, welcher alle zwei Jahre im Juli stattfindet, wurde 1997 von uns ins Leben gerufen.“ Dabei verwandelt sich die historische Altstadt in ein großes Spielparadies. Händeschütteln mit Micky Maus, Kletterwand, Hindernislauf, Märchenerzähler, Kinder-Rodeo und Schatzsuche im Heuhaufen sind nur einige von rund 70 verschiedenen Attraktionen.

Enge Kundenbindung

Um eine ansprechende Außenwirkung ist man jedoch das ganze Jahr über bemüht. „Unsere acht Schaufenster mit ständig wechselnden Inhalten sind die Visitenkarte nach außen“, weiß Daniel Oppeneiger. Hier befinden sich zudem zwei Public Displays, die für noch mehr Aufmerksamkeit bei den Passanten sorgen sollen. Gezeigt werden ständig aktualisierte TV-Spots – und natürlich ist die beworbene Ware, wie bereits eingangs erwähnt, im Geschäft erhältlich. Um die Dekoration der Schaufenster kümmert sich der Chef persönlich. Ein dauerhaftes Highlight ist das Seilbahn-Modell von Jägerndorfer, dessen Design dem Original aus der umliegenden Bergregion nachempfunden wurde. Samt Zubehör sorgt es hinter Glas für neugierige Blicke.

Neben den Touristen setzt man auf die große Stammkundschaft. Eine enge Bindung ermöglicht die Kundenkarte, von der bisher ca. 1500 im Umlauf sind – für den kleinen Ort Radstadt mit rund 5000 Einwohnern eine beachtliche Zahl. Mit der „Bonus Card“ können nicht nur Rabattpunkte gesammelt werden. Sie hält u. a. exklusive Angebote bereit, kostenlose Lieferungen für Großartikel im Umkreis von
20 km und einen Taschengeldservice, wodurch die Kinder selbstständig ihr Lieblingsspielzeug kaufen können.

Diese und zahlreiche weitere Maßnahmen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit dem Verband – die zur EK/servicegroup gehörende Handelsgruppe Interspiel. Eva Oppeneiger meint dazu: „Der Dienstleistungsgedanke wird bei uns großgeschrieben.“ Die 32-Jährige verweist dabei auf den „Ersten Hilfe-Service“ für Spielwaren, der besagt, dass über das Geschäft auch Ersatzteile bestellt werden können. Des Weiteren werden Einkäufe kostenlos verpackt, was vor allem zur Hochsaison am Jahresende Anklang findet.

Weitreichende Werbung

Zur Weihnachtszeit erhöhen sich auch die Werbemaßnahmen. Ein eigener Katalog, der direkt vom Hause Oppeneiger gestaltet wird, steht den Inhabern der „Bonus Card“ exklusiv zur Verfügung. Außerdem erfolgt eine weiträumige Verbreitung von Flyern in der Region. Darüber hinaus nutzt man die Vorteile der Sozialen Netzwerke, um die Kunden rund um die Uhr auf dem Laufenden zu halten. Auf der Facebook-Seite von „Spielwaren Oppeneiger“, die schon weit mehr als 1000 Fans verzeichnet, werden Neuheiten und auch das soziale Engagement beleuchtet. So setzen sich die Geschäftsleute u. a. für die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ ein und stellen Ware zur Vergügung, um Kindern in Not eine Freude zu machen. Last but not least wird im Netz über alle bevorstehenden und vergangenen Events informiert.

Einer davon ist der „Barbie Frisurenwettbewerb“, der nun bereits zum dritten Mal im Herbst ausgetragen wird. Nachdem Kinder Frisuren bei ihren eigenen Barbies kreieren, werden diese von einer fachkundigen Jury – bestehend aus den ortsansässigen Friseurinnen – bewertet. Die Einteilung erfolgt in drei Altersgruppen, wo jeweils drei Preise winken. Zum Schluss erhält Jeder als Dankeschön fürs Mitmachen ein Barbie-Outfit. Denn bei „Spielwaren Oppeneiger“ muss kein Kind leer (r)ausgehen. (sw)

 

Spielwaren Oppeneiger

Gegründet: 1990 (Spielwarengeschäft, vorher Souvenir und Geschenke)

Inhaber: Eva und Daniel Oppeneiger

Verkaufsfläche: 230 m²

Mitarbeiter: 1 Azubi, 1 Vollzeitkraft

Sortiment: Spielwaren

Besonderheit: guter Kundenkontakt, viele Aktionen