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05.07.15 – Fachgeschäft des Monats Juli 2015

Wagner's Spiel- und Technikwelt – Bunte Markenwelt mit Eventcharakter

„Wagner's Spiel- und Technikwelt", mit Sitz in Schwentinental, befindet sich in Aufbruchstimmung: Nach einem Umzug startet das Spielzeuggeschäft, das mit einem breit aufgestellten Markensortiment punkten kann, jetzt mit vielfältigen Events für zahlreiche Zielgruppen weiter durch.

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„Wagner’s Spiel- und Technikwelt“ befindet sich nahe Kiel in einem der größten Fachmarktzentren Deutschlands.

 
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Andreas Wagner, seine Ehefrau Diethild und die beiden Kinder Nicole-Anika und Lutz-Oliver heben sich deutlich von ihren Mitbewerbern ab.

 
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Andreas Wagner ist im Schwentinental bei Kiel bestens bekannt: Als der Geschäftsmann vor gut sieben Jahren eine „Zeugnisaktion“ in seinem Fachgeschäft initiierte, das sich zu diesem Zeitpunkt noch an anderer Stelle befand, wäre es ihm zu diesem Zeitpunkt nicht in den Sinn gekommen, dass daraus einmal ein derartig großer Event werden würde. So kamen zur diesjährigen Veranstaltung über 700  Kinder mit ihren Eltern.

Der Idee+Spiel-Händler kann es selbst kaum glauben, dass seine Idee heute auf eine derart hohe Resonanz stößt. „Mittlerweile haben wir die Werbung dafür zurückgefahren, um den Ansturm bewältigen zu können“, schmunzelt der Händler, der von seiner Ehefrau Diethild unterstützt wird, die sich um die Verwaltung und Buchhaltung kümmert. Seine damit verbundene Intention ist es, viele Jungen und Mädchen sowie deren Eltern in das im Ostseepark Schwentinental gelegene Spielwarengeschäft zu bringen. Die Schüler zeigen ihr Zeugnis und erhalten dafür kleine Geschenke. Während anfangs etwa 100 Schülerinnen und Schüler das absolute Maximum waren, kamen im Lauf der Jahre immer mehr, die geduldig warteten, bis sie an der Reihe waren.

Andreas Wagner selbst nimmt sich für jedes Kind und für jedes Zeugnis Zeit. Seine Rückmeldungen sind dabei immer individuell und reichten von «Deine Noten sind wirklich klasse» bis hin zu «In Deutsch hättest du aber mehr machen können». Doch auch die leiseste Kritik tut dem Andrang keinen Abbruch, denn mittlerweile ist die Aktion ein Selbstläufer geworden, die kein großes Werbebudget benötigt. Die Jungen und Mädchen wollen «ihrem Herrn Wagner» ihr Zertifikat zeigen – eine andere Person kann ihn nicht ersetzen. Für gute Stimmung sorgt zudem an beiden Tagen ein buntes Rahmenprogramm mit zahlreichen Mitmachaktionen. Natürlich wird der Nachwuchs von den Eltern begleitet, die gleich die Zeit nutzen, um Sohn oder Tochter den einen oder anderen Wunsch zu erfüllen – zumal die Ferien anstehen. Andreas Wagner freut sich, wenn zu dieser Zeit die Kassen heftig klingeln. Sein Konzept, die Kinder in seinen Laden zubringen und das ohne jeglichen Kaufzwang, geht auf – nun will er diese Idee weiter ausbauen.

Einstieg in den Eventbereich

„Wir organisieren keine üblichen Aktionen, die es überall gibt, sondern wollen uns bewusst von anderen Fachgeschäften absetzen“, meint der engagierte Fachhändler zu seinen Intentionen. Dafür ist er vor rund einem Jahr im Industriegebiet in neue Räumlichkeiten gezogen, die sich noch größer zeigen und ihm für seine Planungen ausreichend Fläche bieten. So gibt es in dem insgesamt 2000 m2 fassenden Areal, u.a. zwei komfortable 170 m2 große Räume und eine eigene Grünfläche, die er speziell für Kindergeburtstage, Firmen- und Familienfeiern sowie Junggesellenabschiede und Männerabende nutzen will.

Als Vorbild dient dabei der Idee+Spiel-Händler Heinz Lehmann, der in Hannover mit derartigen Angeboten große Erfolge feiert. „Wir haben uns mehrere Male getroffen, um das Konzept zu besprechen und schließlich auf meine Bedürfnisse zu adaptieren“, meint Wagner, der sich sehr über den kollegialen Austausch freut. Ob „Feen- und Piratenland“, „Pferdehof“ oder „Ritter der Tafelrunde“ – bei den angebotenen Themenpartys für die Jüngsten kommt keine Langeweile auf. Durch das rund dreistündige Programm führen Betreuer, so dass Mutter und Vater sich in dieser Zeit ganz entspannt zurücklehnen können.

Neben den vielseitigen Spielen stehen gesunde Erfrischungsgetränke und geschnittenes Obst zur Verpflegung bereit. Und auch bei den Events für die erwachsenen Zielgruppen überlässt man nichts dem Zufall und setzt auf eine sorgfältige Planung im Vorfeld. So holt man sich von den Behörden eine offizielle Schankgenehmigung ein, um eine passende Bewirtung vornehmen zu können. Zudem wird auf der Grünfläche zünftig gegrillt.

„Schließlich muss man sich den Marktgegebenheiten permanent anpassen.“

Um all diese Aktionen kümmern sich mit großem Engagement Sohn und Tochter von Familie Wagner, die ihre Eltern aktiv unterstützen und auf diese Weise neben ihrem Studium praktische Erfahrungen sammeln können.

Mit Markenvielfalt punkten

Für das anspruchsvolle Sortiment steht eine großzügige Verkaufsfläche von 1300 m2 zur Verfügung, in deren Gestaltung die bisherigen Erfahrungswerte einflossen. „Schließlich muss man sich den Marktgegebenheiten permanent anpassen, wenn man Erfolg haben will“, weiß der innovative Geschäftsmann. So waren ihm z.B. die breiten Gänge zwischen den einzelnen Regalen und Warenpräsenter sehr wichtig, damit sich die Kunden auch mit Kinder- und Einkaufswagen ungehindert bewegen können und dabei stets den Überblick behalten, zumal das präsentierte Angebot keine Wünsche offen lässt.

Seit dem Umzug hat sich „Wagner’s Spiel- und Technikwelt“ ganz gezielt zur Markenwelt entwickelt, um sich vom Wettbewerb deutlich abzugrenzen. „Im Gegensatz zu Filialisten setzen wir auf Qualität, Komplexität und Beratung und bezeichnen uns, trotz unserer großen Fläche, als Fachgeschäft und nicht als Fachmarkt“, begründet Andreas Wagner seine klare strategische Ausrichtung. Nach dem Motto „Alles oder nichts!“ bietet man ansprechend gestaltete und zum Teil selbst erstellte Shop-in-Shop-Lösungen – greift aber auch gerne die von Herstellern zur Verfügung gestellten Präsentationshilfen auf. So zeigen sich Hersteller und deren Produkte, wie beispielsweise Playmobil, Lego, Haba, Ses Creative, Carrera oder den Sylvanian Families, als eigene Welten mit einem hohen Wiedererkennungswert. „Unser härtester Konkurrent ist das Internet, da müssen wir einfach die kompletten Sortimente anbieten, sonst geraten wir schnell ins Abseits“, ist sich der Händler sicher.

„Der Kunde erwartet, dass wir die von ihm gewünschte Ware vorrätig haben.“

Aufgrund dieser hohen Verfügbarkeit aller Artikel aus dem laufenden Programm der entsprechenden Hersteller hat sich das Familienunternehmen einen guten Namen gemacht. „Der Kunde erwartet, dass wir die von ihm gewünschte Ware vorrätig haben, sonst kann er sie ja gleich im Internet bestellen und muss nicht zu uns kommen“, begründet Wagner seine Intention. Selbst kleinteilige Produktergänzungen bevorratet das Lager, damit der Endverbraucher nicht enttäuscht wird. Ganz nach dem Motto „Ware verkauft Ware“ wird dann oftmals auch mehr eingekauft, als ursprünglich geplant.

Anpassung an Kundenwünsche

Dank der gewachsenen Kapazitäten wurde auch das Sortiment des Fachgeschäftes erweitert. Sowohl im PBS- als auch im Buchbereich bietet man nun ein umfangreiches Angebot, das sich an Kinder bis etwa 14 Jahre richtet. Erhältlich sind nun sämtliche Materialien, die Schüler für ihre tägliche Arbeit bis zur 8. Klasse benötigen. Auch Produkte für den privaten Bürobedarf finden sich hier. Gewachsen ist man darüber hinaus im Schulranzen- und im Schulrucksackportfolio – hier arbeitet man sehr eng und erfolgreich mit Hama zusammen.

Im Buchbereich zeigt man sich ebenfalls bestens aufgestellt: Während man anfangs lediglich Kinder- und Jugendbücher angeboten hat, finden erwachsene Leser nun auch Taschenbücher aus den Bestsellerlisten in dem Spielwarengeschäft. „Da wir ja die Eltern sowieso in unserem Geschäft haben, wollen wir auch ihnen entsprechende Angebote machen“, erläutert der Geschäftsmann. Dazu finden sich auch andere Randsortimente, mit denen man zusätzliche Anreize schafft: Zurzeit bereichern etwa Beautyprodukte, wie beispielsweise Badeperlen eines englisches Herstellers, das Sortiment. Und mit weiteren Trendprodukten schafft man zusätzliche Kaufanreize. „Wir haben festgestellt, dass auch Kinder ihren Müttern gerne etwas schenken möchten und dem kommen wir damit entgegen“, begründet Wagner diese Entscheidung.

Neue Herausforderungen

Schweren Herzens aufgegeben hat Andreas Wagner hingegen seine Modellbahnsortiment, das bis 1996 sein früheres Geschäft bestimmte. Da die Konkurrenz durch das Internet einfach zu stark wurde, stimmten die Erträge letztlich nicht mehr. „Das Kaufmännische war hier schließlich das ausschlaggebende Kriterium – in anderen Städten mag die Modellbahn durchaus noch mit Erfolg laufen, aber hier bei uns hatten wir nicht mehr die entsprechende Kundschaft“, begründet der Händler den Ausstieg aus diesem Bereich. „Und ein Zurück wird es für uns auch nicht mehr geben“.

Zukünftig investiert er verstärkt in die Sortimente, die er als vielversprechend ansieht. Dazu gehört der Ausbau der Markenwelt, der er eine große Zukunft voraussagt. Schließlich sei der Kunde in den letzten Jahren zunehmend qualitätsbewusster geworden und richte sein Kaufverhalten danach aus. Und auch mit den nächsten Veranstaltungen und Events bringt man wieder Kunden in den Laden. So wird im September diesen Jahres ordentlich gefeiert: Dann nämlich wird die „Wagner’s Spiel- und Technikwelt“ zehn Jahre alt. Auf das Programm darf man gespannt sein, denn Andreas Wagner und sein Team drehen zu diesem Anlass den Spieß um und lassen sich von ihren Kunden ein Zeugnis ausstellen. „Wir haben damit keine Erfahrungswerte, aber denken uns, dass die Resonanz darauf enorm sein wird“, freut sich der innovative Spielwarenhändler, der damit wiederum beweist, dass er bereit ist, neue Wege zu gehen.

Wagner’s Spiel- und Technikwelt, Schwentinental

Gegründet: 2005

Inhaber: Andreas Wagner

Verkaufsfläche:  1300 m2

Mitarbeiter: 5 Vollzeitkräfte, 2 Werkstudenten

Sortiment:  komplette und umfassende Markenvielfalt

Besonderheit: zahlreiche Shopsysteme und Events