08.01.26 – Interview mit Florian N. Lipp, Craze Group
Wenn Baden zum Erlebnis wird
Mit seiner Marke Inkee hat sich Florian N. Lipp, Global Executive Vice President von Craze, eine feste Position im Segment der kinderfreundlichen Badezusätze erarbeitet und sich dabei selbst als „Mr. Badebombe“ etabliert. Was einst mit sprudelnden Badekugeln begann, hat sich zu einer vielseitigen Produktwelt entwickelt, die Pflege mit Spielspaß und beliebten Lizenzthemen kombiniert. das spielzeug hat mit dem Markenmacher über Trends, Herausforderungen und Neuheiten rund ums Thema Badespaß gesprochen.
das spielzeug: Herr Lipp, als „Mr. Badebombe“ sind Sie das Gesicht hinter Inkee. Wie entstand die Idee, Badeprodukte speziell für Kinder als spielerisches Erlebnis zu inszenieren?
Florian N. Lipp: Ich glaube, fast jedes Kind hat irgendwann mal keine Lust auf Baden oder Duschen – und ich war da keine Ausnahme. Ich erinnere mich gut an meine eigene Kindheit, und aus dieser Erinnerung heraus entstand die Idee: Warum muss Baden immer ein Kampf sein? Ich wollte zeigen, dass Hygiene auch Spaß machen kann. Kinder sollen verstehen, dass Wasser nichts Böses ist, sondern etwas, das ihnen guttut. Wenn man das mit Spiel, Spaß und Überraschung verbindet, wird aus einem lästigen Pflichtprogramm ein echtes Happening – dann heißt es plötzlich: „Ich will Inkee, Inkee, Inkee!“ Und weil Eltern natürlich auf Qualität achten, ist unsere Badekosmetik dermatologisch mit „sehr gut“ getestet, vegan und frei von Mikroplastik, Gluten, SLS und Paraffin. Für die Kinder zählt das Erlebnis – tolle Farben, sprudelnde Effekte, angenehme Düfte und pflegende Inhaltsstoffe wie Mandelöl.
das spielzeug: Welche Rolle spielen Themenwelten und Lizenzen bei der Entwicklung neuer Inkee-Produkte und wie wichtig ist dabei der Spielwert über das eigentliche Badeerlebnis hinaus?
Florian N. Lipp: Kinder leben in ihren eigenen Welten – und genau da holen wir sie ab. Unsere Inkee-Produkte entstehen nicht aus der Idee „Was könnte gut verkaufen?“, sondern aus der Frage „Was begeistert Kinder wirklich?“ Deshalb denken wir in Themenwelten, nicht in einzelnen Produkten. Lizenzen können dabei helfen, aber wir setzen sie sehr überlegt ein. Manche Eltern reagieren zurückhaltend, wenn es um Lizenzfiguren geht – darum wählen wir nur Motive, die wirklich zum Spielerlebnis und zur Philosophie von Inkee passen. Neben unseren Badeprodukten bauen wir die Inkee-Welt kontinuierlich weiter aus. Mit unserem Inkee-Magazin, welches alle sechs Wochen mit 80.000 Exemplaren im Handel erscheint, schaffen wir ein echtes Markenerlebnis. Auf 36 bunten Seiten gibt es Spiel, Spaß und Geschichten rund um unsere Inkee-Charaktere. Besonders wichtig sind uns auch die zwei Elternseiten – hier geben wir praktische Tipps, wie Baden zu Hause noch angenehmer, entspannter und fröhlicher für das Kind wird. So entstehen aus Tränen Begeisterungsstürme! Ergänzt wird das durch Social Media, Newsletter und unsere eigenen Spielwelten rund um das Badewannenspielzeug. Inkee wächst so zu einer echten Markenwelt – für Kinder und Eltern gleichermaßen.
das spielzeug: Inkee-Produkte verbinden Pflege, Spielspaß und Überraschung. Wie gelingt es Ihnen, diesen Spagat zwischen Kosmetikprodukt und Spielzeug sicher und kreativ umzusetzen?
Florian N. Lipp: Ganz einfach: Wir kombinieren zwei Welten, die bei uns unter einem Dach existieren. Die Craze Group ist sowohl ein Spielwaren- als auch ein Kosmetikunternehmen. Das ist unser großer Vorteil gegenüber dem Wettbewerb! Wir haben jahrelange Expertise in beiden Bereichen. Genau diese Expertise aus beiden Bereichen bringen wir zusammen – hochwertige Kosmetik trifft auf kindgerechtes Spielzeugdesign. So entstehen Produkte, die rund sind, stimmig, glaubwürdig. Und das merken auch die Verbraucher: Inkee ist heute führend im Bereich Badeüberraschungskugeln.
das spielzeug: Nachhaltigkeit wird auch im Spielwarenbereich immer wichtiger. Wie positioniert sich Inkee in puncto umweltfreundliche Verpackungen oder Inhaltsstoffe?
Florian N. Lipp: Für uns ist Nachhaltigkeit keine Marketingfloskel, sondern gelebte Überzeugung. Mit unserer Eco-Kids-Kampagne zeigen wir Kindern und Eltern direkt auf der Verpackung, wie man richtig recycelt. Wir denken aber weiter: von grüner Energie über Elektrofahrzeuge bis hin zu firmeneigenen Gärten und Insektenhäusern. Nachhaltigkeit ist Teil unserer intrinsischen Überzeugung, unserer DNA. Bei Inkee haben wir Verpackungen umgestellt, mit biobasierten Ersatzkunststoffen experimentiert und setzen heute größtenteils auf Papier und Pappe. Nur bei flüssigen Produkten, wo es technisch kaum anders geht, verwenden wir Kunststoff – aber so umweltfreundlich wie möglich.
das spielzeug: Welche Innovationen oder Produktneuheiten dürfen Handel und Endkunden in der nächsten Saison von Inkee erwarten?
Florian N. Lipp: Wir sprudeln nur so vor Ideen (Anmerkung d. Red.: „Mr. Badebombe“ lacht kräftig)! 2026 wird richtig spannend! Wir bringen viele neue Surprise-Badebomben mit frischen Themenwelten, innovative Schaumbäder und eine komplett neue Gesichtsmasken-Serie auf den Markt. Aber das ist noch nicht alles: Inkee wächst weiter – auch in neue Kosmetiksegmente. Und wir arbeiten an zusätzlichen Marken, die wir 2026 launchen werden. Inkee bleibt dabei das Herzstück – bunt, sprudelnd, überraschend und immer ein bisschen magisch.




