02.02.26 – Globale Spitzenposition ausgebaut
Das war die Spielwarenmesse 2026
75 Jahre globale Vielfalt und neue Impulse für eine ganze Branche: Die Spielwarenmesse zeigte sich zu ihrem Jubiläum so international, innovativ und vernetzt wie nie zuvor. Mit steigenden Besucherzahlen, hoher Ausstellerzufriedenheit und richtungsweisenden Trends bestätigte die Weltleitmesse Ende Januar in Nürnberg eindrucksvoll ihre Rolle als zentraler Treffpunkt der Spielwarenwelt.
Die 75. Ausgabe der Spielwarenmesse wird der Branche noch lange in Erinnerung bleiben. Winterlich wie seit Jahren nicht mehr und begleitet von zahlreichen Jubiläumsaktionen überzeugte sie vom 27. bis 31. Januar in Nürnberg mit einer besonders stimmungsvollen Atmosphäre. 2313 Aussteller aus 68 Ländern präsentierten auf dem Messegelände ein breites Produktspektrum – darunter das wachsende Segment der Kidults. Rund 58.900 Besucher (+2,5 %) aus 121 Nationen nutzten die Plattform, um Trends und Innovationen zu entdecken sowie neue Formate und vielfältige Networking-Möglichkeiten wahrzunehmen.
Trotz der aktuellen geopolitischen Rahmenbedingungen zeigte sich die Branche optimistisch. 93 % der Aussteller – und damit drei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – waren mit ihrer Teilnahme zufrieden. Mattel feierte am Stand mehrere globale Launches, während die Simba Dickie Group insbesondere die Qualität der Fachklientel hervorhob. Dazu CEO Florian Sieber: „Es gibt auf internationaler Ebene keine andere Messe, welche für uns diese Relevanz hat.“
Zu den Top-10-Besucherländern zählten weiterhin die USA. Asien legte mit China und Hongkong überproportional zu, da es keine Überschneidung mit dem Chinese New Year gab. Auch Mexiko und die Türkei verzeichneten Wachstum. In wichtigen europäischen Märkten stiegen die Besucherzahlen u. a. in Großbritannien und Frankreich. Die im vergangenen Jahr gestiegenen Zahlen aus Deutschland blieben stabil. Die hohe internationale Präsenz und die besondere Atmosphäre der Jubiläumsausgabe waren auch für Roger Kettler, Carrera Revell Europe, deutlich spürbar: „Besonders gefreut haben wir uns über das sehr große Medieninteresse – es waren viele TV-Teams und überregionale Presse sowie Content Creators bei uns.“
Trends, Lizenzen und Know-how als Wachstumstreiber
Richtungsweisende Impulse setzten die beiden ToyTrends „AI Loves (to) Play“ und „Creative Mindfulness“. Anhand zahlreicher Produktbeispiele wurden sie ebenso lebendig in Szene gesetzt wie das Thema „Toys for Kidults“. Der Hype um spielende Erwachsene bescherte iDventure den Durchbruch – und einen der sechs begehrten ToyAward-Preise. „Der Sieg hat bei uns zu mehr positiven Stress geführt und zu einer größeren Aufmerksamkeit an unserem Stand beigetragen“, freut sich Christoph Kossendey.
Über eine höhere Frequenz von Fachhändlern aus der DACH-Region berichtet Leonard Mieg vom Unternehmen Tipp-Kick, einem der 14 Aussteller der ersten Stunde. „Die Spielwarenmesse ist ein absolutes Muss für jeden in der Spielwarenbranche – ein energiegeladenes Event mit einer vielfältigen Produktauswahl“, meint Kathy Trivsonno vom amerikanischen Handelsverband Astra.
Auch das Lizenzgeschäft präsentierte sich auf der Spielwarenmesse äußerst erfolgreich. „Das sehen wir nicht nur auf den Ausstellungsflächen, sondern auch in der LicenseLounge und unserem benachbarten Licensing International Stand, die sich zur Homebase der Lizenz-Branche auf der Messe entwickelt haben“, betont Petra Strobl von Licensing International Germany.
Wertvolles Toy-Know-how vermittelte erneut das Toy Business Forum. Eine gelungene Premiere feierte hier die Value of Play Conference. „Die Veranstaltung bot hochwertige, sorgfältig ausgewählte Inhalte, wobei die praxisnahen Beispiele und konkreten Marktzahlen meine Messegespräche deutlich bereichert haben“, so die polnische Verlegerin Dorota Mazurek. Großen Zuspruch erhielt auch die Game Inventors Convention, auf der erstmals internationale Spiele-Organisationen vertreten waren. Mary Couzin von der Chicago Toy and Game Group resümiert: „Die Atmosphäre hat eine Sogwirkung entfaltet, von der alle profitieren – ein großartiger Austausch für die Game-Community.“
Networking und Jubiläumsstimmung als Erfolgsfaktoren
Neben inhaltlichen Impulsen setzte die Spielwarenmesse Maßstäbe in der Vernetzung der Teilnehmenden. „Die Spielwarenmesse ist die beste Networking-Möglichkeit für die gesamte Spielwarenbranche“, weiß Lucca Liv von Unique Baby aus Dänemark. Die exklusive ToyNight vereinte alle Aussteller unter dem Motto „Welcome to the Future“, während die RedNight am Donnerstag für ausgelassene Stimmung in den Messehallen sorgte. René Bleckmann von der Party Factory hebt hervor: „Die Veranstaltung ist sehr, sehr wichtig für uns, um mit Kundinnen, Kunden und potenziellen Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen und um mit ihnen zu feiern.“ Die Illuminationen von Kaiserburg und Frauentorturm unterstrichen die festliche Stimmung in der ToyCity Nürnberg, in der so mancher Messeteilnehmer erstmals Schnee erlebte.
Die hohe Zufriedenheit der Aussteller spiegelt sich auch in den Planungen wider: 90 % der Unternehmen beabsichtigen, vom 2. bis 6. Februar 2027 erneut in Nürnberg auszustellen. „Damit hat die Spielwarenmesse einmal mehr ihre globale Spitzenposition bekräftigt und ihre Rolle als zentraler Treffpunkt für Handel, Industrie und Medien unterstrichen, an dem sich Inspiration, Innovation und Networking auf hohem Niveau verbinden“, resümiert Christian Ulrich, Sprecher des Vorstands der Spielwarenmesse eG.
Kerstin Barthel, Chefredakteurin das spielzeug, fügt hinzu: „Die 75. Spielwarenmesse war für uns in vielerlei Hinsicht etwas ganz Besonderes. Die Ausstellerehrung unseres Verlags (70 Jahre als Aussteller mit dabei) war ein emotionales Highlight, das uns sehr stolz gemacht hat. Gleichzeitig haben die vielen persönlichen Gespräche und Begegnungen gezeigt, wie wichtig diese Messe gerade in herausfordernden Zeiten als Ort des Austauschs, der Wertschätzung und des gemeinsamen Blicks nach vorn ist.“




