Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

10.02.14 – Lizenzen

Potpourri auf der Leinwand

Der deutsche Kinomarkt kann auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Ebenso vielversprechend ist die Vorschau auf die kommenden Monate. Dabei halten die großen Anbieter für jeden Geschmack etwas bereit und setzen auf bewährte Charaktere, was der Lizenzbranche entgegenkommen dürfte. Wir haben die Highlights für Sie zusammengefasst.

024aa0214sp.jpg

Kuscheln mit Kermit: «Die Muppets» bringt Disney am 1.5. wieder ins Kino – die Simba Dickie Group hat dazu die passenden Plüschfiguren parat.

 
024ab0214sp.jpg
 
Alle Bilder anzeigen

Obwohl die endgültigen Ergebnisse erst im Februar präsentiert werden, liegen von der Marktforschungsgesellschaft Rentrak bereits erste Zahlen für das vergangene Kinojahr vor: Im Zeitraum vom 3.1. bis zum 29.12.2013 waren es 117,3 Mio. Besucher, die für einen Umsatz von gut 941 Mio. EUR sorgten. Dabei lag der deutsche Film wieder ganz in ihrer Gunst. Nachdem dieser ein Jahr vorher noch schwächelte – der Marktwert lag bei unter 20% – bewies er nun wieder Stärke und schaffte es mit 27,2 Mio. Zuschauern auf einen Anteil von 23,2%. Einer Produktion ist daran ein ganz besonderer Erfolg zuzuschreiben: «Fack Ju Göhte». Die Schulkomödie von Bora Dagtekin, in dem Elyas M’Barek einen Ex-Knacki und Aushilfslehrer spielt, eroberte laut Media Control GfK mit 5,5 Mio. Kinogängern die Spitze. An zweiter Stelle lag das Rache-Epos «Django Unchained» von Quentin Tarantino mit 4,4 Mio. verkauften Tickets, gefolgt von Peter Jacksons «Der Hobbit: Smaugs Einöde» (4,2 Mio.). Die Position vier ging an den Animationshit «Ich – Einfach unverbesserlich 2» (3,7 Mio.), Platz fünf an die Literaturverfilmung «Die Tribute von Panem– Catching Fire» (3,4 Mio.). In den Top 20 der meistgesehenen Kinofilme des Jahres befanden sich übrigens elf 3D-Produktionen – 2012 waren es nur acht.

Wiedersehen bei Disney

Auch in den kommenden Monaten wird das dreidimensionale Leinwanderlebnis weiter zunehmen. Beispielsweise sind viele Highlights von Disney sowohl in 2D als auch 3D zu erleben. Nach den Zukäufen von Marvel, Pixar und Lucasfilm steigt generell das Filmangebot des Konzerns, was wiederum das Lizenzgeschäft kräftig ankurbelt. Dabei dürfen große Namen nicht fehlen: Im Drama «Saving Mr. Banks» (Start: 6.3.), das die Beziehung zwischen Walt Disney und der englischen Autorin P.L. Travers aufarbeitet, die sich lange gegen einen Film über ihre Romanfigur Mary Poppins wehrte, spielen Tom Hanks und Emma Thompson die Hauptrollen. Bei «Maleficent» (29.5.), der modernen Neuverfilmung von «Dornröschen», ist Angelina Jolie in der Rolle der bösen Hexe zu sehen.

Das größere Merchandising-Potenzial halten jedoch weitere Titel von Disney bereit, die bereits eine hohe Anzahl an Lizenznehmern aufweisen. So gibt es ab Anfang Mai ein Wiedersehen mit Miss Piggy und Kermit, dem Frosch, die sich mit «Muppets Most Wanted» auf Europatournee befinden. Einen Monat später bezaubert Peter Pans Freundin im Animationsfilm «Tinkerbell und die Piratenfee». Und Mitte August wird Dusty in «Planes 2 – Immer im Einsatz» erneut durchstarten.

Die Marvel-Helden haben in diesem Jahr gleich drei große Auftritte: Am 27.3. läuft «Captain America 2: The Return of the First Avenger» an, gefolgt von «The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro» (17.4.) «Guardians of the Galaxy», die Adaption des gleichnamigen Comics, kommt am 28.8. in die Kinos. Etwas mehr Geduld benötigen «Star Wars»-Fans. Wie wir bereits in der Titelstory unserer letzten Ausgabe berichtet haben, startet ab Dezember 2015 der erste Teil einer neuen Film-Trilogie, die dem Merchandising-Thema Nr. 1 sicherlich noch einmal einen kräftigen Schub verleihen wird.

Action bei Warner Bros.

In diesem Jahr schickt auch Warner Bros. seine Superhelden wieder auf die Leinwand, die spannende Lizenz-Optionen bereithalten. Mit «Godzilla» hat das Unternehmen ein Blockbuster-Ass in 3D im Ärmel. Voraussichtlich im Mai startet die Neuverfilmung aus dem Jahr 1954 – mit unheimlichen Kreaturen, spannender Action und einem legendären Monster. Die Liste der Lizenznehmer tangiert hier die Bereiche Spielwaren, Bekleidung, Accessoires, Kostüme sowie Publishing. Bandai beispielsweise wird Figuren und Spielsets herausbringen. Logoshirt hat eine Produktreihe mit T-Shirts entwickelt und MMMedia bietet Shirts, Tassen, Taschen und Schlüsselanhänger an.

Für ihre Produkte nutzen viele Partner auch die «Hobbit»-Trilogie, die gegen Ende des Jahres großes Finale feiert. «Der Hobbit: Hin und zurück» lautet der letzte Teil von Peter Jacksons Verfilmung, der auf dem berühmten Roman von J.R.R. Tolkien basiert. Ebenfalls großes Kino verspricht das bildgewaltige Fantasy-Action-Movie «300 – Rise of an Empire» (6.3.). Auch hier bieten Logoshirt und MMMedia Produktserien mit T-Shirts, Tassen und Taschen an. Das Drehbuch verfasste Zack Snyder, der Regisseur von «Man of Steel» – und des 2015 startenden Films «Batman vs. Superman». So werden im Juli des nächsten Jahres erstmals die zwei berühmtesten Helden von DC Comics, Superman und Batman, aufeinandertreffen. Letzteren wird kein geringerer als Oscargewinner Ben Affleck verkörpern. Die Rolle von Superman übernimmt, wie bei «Man of Steel», der weltweit über 650 Mio. US$ einspielte, erneut Henry Cavill.

Für «Lego 3D» steht – neben zahlreichen Bausets – ein besonders vielfältiges Produktangebot zur Verfügung, das von Büchern über Kleidung bis zu Aufbewahrungslösungen reicht. Erzählt wird ab dem 10.4. die Geschichte von Emmet, einer normalen Lego Minifigur, die fälschlicherweise für die außergewöhnlichste Person auf dem Planeten gehalten wird und der Schlüssel zur Rettung der Welt sein soll. Der Film zeigt die populärsten Minifiguren der Lego Welt und gleichzeitige viele neue Charaktere.

Mit der Lizenz zum Erfolg

Actionreich, wie bei der gleichnamigen Spielzeugrange von Hasbro, geht es auch wieder bei «Transformers 4» (17.7.) zur Sache. In «Ära des Untergangs» bilden die Vorgänger die Grundlage für die neue Story, jedoch wurden ein komplett neuer Cast und einige Überraschungen bei den Roboter-Designs angekündigt.

Die jüngeren Zuschauer können sich auf «Die Biene Maja» freuen, die ab dem 11.9. mit ihren Freunden ihre Premiere auf der großen Leinwand feiert – und das auch in 3D. Der Kinofilm, produziert von Studio 100 Media und Buzz Studios, wird im deutschsprachigen Raum von Universum Film vertrieben. Inhaltlich begibt sich kleine Biene gemeinsam mit ihrem Freund Willi auf eine abenteuerliche Reise, um herauszufinden, wer das verschwundene Gelee Royale, das Lebenselixier der Bienenkönigin, entwendet hat.

Ebenfalls im September erscheint «Der 7bte Zwerg» (25.9.), in Kooperation mit Telepool. Dabei erleben Bubi (Otto Waalkes), Sunny (Ralf Schmitz), Speedy (Martin Schneider) und Co. ihr drittes Kinoabenteuer – nur diesmal in einem völlig neuen Gewand. Computeranimiert und in 3D machen sie sich auf, die hübsche Prinzessin Rose auf ihrem Schloss von einem eiskalten Fluch zu befreien. Natürlich mit den Synchronstimmen ihrer realen Pendants.

Auf einen großen Bekanntheitswert können auch die «Teenage Mutant Ninja Turtles» und «Spongebob Schwammkopf» setzen. Nickelodeon zufolge kommen diese am 16.10. bzw. 18.12. in die Kinos, allerdings stehen die offiziellen deutschen Filmtitel noch nicht fest. Während sich bei der langersehnten Neuverfilmung die sympathischen Schildkröten-Mutanten aus dem Untergrund ins nächste Abenteuer stürzen, kehrt der beliebte Schwamm nach neun Jahren auf die Leinwände zurück. Eine weitreichende Produktrange ist zu beiden Themen bereits im Spielwarenhandel erhältlich und wird weiter ausgebaut.

Wer schon immer wissen möchte, wie der menschliche Organismus eigentlich funktioniert, sollte sich ab dem 20.10. den Animationsfilm «Der kleine Medicus» nicht entgehen lassen. Die gleichnamige Kinderbuchvorlage stammt von Prof. Dietrich Grönemeyer. Passende Lizenzprodukte hat die Firma Sigikid in ihrem Sortiment.

Last but not least, bringt im Dezember «Harry-Potter»-Produzent David Heyman einer der bekanntesten Bären der Welt auf die Kinoleinwand: «Paddington Bear». Dieser wird eines Tages auf dem Londoner Bahnhof Paddington Station gefunden und von Familie Brown aufgenommen. Die Familienkomödie wird aus Real- und Animationsfilmelementen bestehen. Die Hamburger Lizenzwerft ist hierzulande für die Vermarktung der Kinderbuch- und Serienfigur zuständig.

Somit hält das Kinojahr 2014 wieder eine bunte Mischung für unterschiedliche Zielgruppen bereit, die sowohl Lizenzgebern als auch -nehmern viele Chancen bietet – und letztendlich natürlich auch dem Spielwarenhandel.

Weitere Artikel zu: