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10.02.15 – Spielwarenmesse

Unterhaltsame und lehrreiche Vielfalt

Mit zahlreichen Produktvorstellungen für die kommenden zwölf Monate wurde auf der Nürnberger Spielwarenmesse das neue Spielejahr eröffnet.

Zoch_Spinderella

Das Kinderspiel „Spinderella“ vom Zoch Verlag überzeugt u.a. durch seinen Magnetismus und eine 3D-Kulisse.

 
Kosmos_Da Luigi

„Da Luigi“ vom Kosmos Verlag „entführt“ die Spieler in ein italienisches Restaurant.

 

Allen voran steht die Meldung, dass Autor und Verlag des Erfolgsspiels der letzten Jahrzehnte, „Die Siedler von Catan“, einen einzigartigen Schritt gehen. Das Spiel heißt jetzt einfach „Catan“ – und damit auch die komplette Familie. Alle Titel dieser Reihe wurden vereinheitlicht. Damit setzen Klaus Teuber und Kosmos deutlich mehr auf Internationalität und Unverwechselbarkeit. Zum 20-jährigen Jubiläum gibt es eine praktische Reiseausgabe. Eine aufklappbare Box im catan-typischen Sechseck-Format bildet das Spielbrett und enthält sämtliche Materialien. Aber auch „echte“ Neuheiten sind am Start: Zu einem Longseller könnte sich „Lumis“ entwickeln. Zu zweit oder als Partnerspiel müssen zwei Planseiten verknüpft werden. Brückenköpfe bzw. Türme, die wie ein Fels in der Brandung stehen, können mit Lichtketten verbunden werden und schließen so sukzessive die Reihen. Viel Spaß und Überraschung steckt in „Da Luigi“. Im Restaurant beim Italiener um die Ecke stehen die Gäste Schlange und wollen ihre Bestellungen abholen. Man hat eine Menge zu tun, um allen Wünschen nachzukommen. Ein besonderes Spiel wird „Von Drachen und Schafen“ sein, denn die Karten sind beidseitig bebildert. Im Kinderspielbereich ist „Ratzeputz“ ein kooperatives hasenfreches Merkspiel, in dem Rüben gepflanzt und geerntet werden. Bei „Grashüpfer“ ist Geschicklichkeit gefragt, denn die Tiere müssen auf die gegnerische Seite springen und dort Gras „plätten“.

Zum Knobeln und Tüfteln

Bei Huch! & Friends geht man neue Wege. Die „Gum Gum Machine“ ist Spiel und Zahnrad-Spielwerk zugleich. Wenn die Räder ineinander greifen, knarzt und knirscht es im Gebälk. Dabei müssen Schalter und Hebel umgelegt werden, um mit richtigen Zutaten die besten Gum Gums zu produzieren. „Kolejka“ lässt Ostalgie aufkommen. Die Versorgung mit Lebensmitteln im alten Ostblock war ein Problem, das jetzt, 25 Jahre nach dem Mauerfall, durchaus politisch korrekt vermarktet werden darf. Bei „Think Str8“ sind Zahlenspieler gefordert. Die eigenen Plättchen sieht man nicht, aber die aller Mitspieler. Jetzt gilt es deduktiv zu erschließen, was man denn selber „unsichtbar“ vor sich stehen hat. In „5 Minutes“ sind einfache Aufgaben die treibende Kraft. Kopfrechnen, Gegenstände im Raum aufspüren, kleine Lobreden halten und vieles mehr muss in Sekundenschnelle erledigt werden.

Nach dem Erfolg von „Abluxxen“ verwundert es nicht, dass Ravensburger weitere Kartenspiele anbietet. „Stichling“ ist ein Produkt mit Stich-Vorhersage. Diese Art übt stets besonderen Reiz, da nicht einfach „drauflos gespielt“ werden darf, sondern nur eine gehörige Portion Planung zum Erfolg führt. „Tausch-Rausch“ ist ebenfalls aussagekräftig. Das bunte Treiben auf einem orientalischen Basar wird hier eingefangen. Es wird gefeilscht und gehandelt und nicht einfach nur gekauft. Im Familiensegment darf man auf den „Drachenhort“ gespannt sein. Jeder muss diesem unterirdischen Verlies entkommen. Die Kinder werden sich über „Kakerlaloop“ freuen. Nach dem Bestseller „Kakerlakak“ kann jetzt der batteriegetriebene Hexbug nicht nur krabbeln, sondern auch noch klettern. In der Reihe „Brettspiel + Elektronik“ ist „Captain Black“ angekündigt. Zudem wird „Lernen mit tiptoi“ fortgesetzt, wobei vor allem die Linie „Wissen & Quizzen“ spielerischen Charakter hat. Die neuen Titel heißen „Faszinierende Pferde“ und „Menschlicher Körper“.

Wie „Catan“ bei Kosmos hat jetzt auch „Carcassonne“ bei Hans im Glück (Vertrieb: Schmidt Spiele) eine Frischzellenkur erhalten. Als neu gestaltete Version mit überarbeiteter Regel und zwei Minierweiterungen liegt die Edition II dieses Klassikers vor. Schmidt selber ist in 2014 mit einer Serie von sechs Kartenspielen fulminant gestartet. Drei weitere ergänzen nun dieses Segment. Mit „Dog Cards“ und „Qwirkle Cards“ werden Klassiker aus dem eigenen Portfolio durch Kartenspiel-Adaptionen ergänzt. Bei „Bad Bunnies“ geht es ums Ablegen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Vorspieler bestimmt, in welche Richtung es geht. „Drachen-Rallye“ ist ein Wettflug einmal rund um die Insel. Äußerst ambitioniert ist „Auf den Spuren von Marco Polo“ von Hans im Glück. Die lange Reise wird hier abwechslungsreich nachgestellt. Der andere Partnerverlag Drei Magier überrascht mit dem Würfel-Kartenspiel „Särge schubsen“. Ein schräges Thema, gut passend zu „Kakerlakenpoker“, „Mogelmotte“ und „Assel Schlamassel“, wie einige Erfolgstitel dieser kleinen Reihe heißen.

Noris-Spiele (weitere Neuheiten im Februar-Heft auf Seite 101) setzt auf Produkte für Kinder. „Schatz Rabatz“ ist ein kniffliges Juwelen-Schmuggeln, denn die Truhen müssen gut bestückt werden, sich aber trotzdem noch schließen lassen. Geschicktes Einpacken ist gefragt. „Auf Zack!“ ist ein Spiel von den Drei Hasen in der Abendsonne (Vertrieb: Noris). Hier müssen Zahlenchips geschnappt werden. „Hex + Hopp“, ebenfalls Drei Hasen, verlangt schnelles Anlegen mit sechseckigen Kärtchen in diversen Farben. Zoch ist bekannt für ungewohnte Titel. Da bleiben sie sich in diesem Jahr treu: „Oh nein! Die Schnackelstein!“ Die Gräfin hat Edelsteinsträucher gesät und will jetzt den Ertrag ernten. Aber aus dem Saatgut sprießen nur Maulwurfshügel. Darunter sind die Juwelen verborgen, die mit einem Schiebemechanismus geborgen werden können. „Spinderella“ ist ein richtiger Hingucker. In einer 3D-Kulisse seilt sich eine Spinne von oben ab, um am Waldboden Ameisen aufzulesen. Mit Magnetismus und Geschick gelingt das Unterfangen. „Yak“ ist ein tierischer Karten-Bluff-Spaß, bei dem man den Mitspielern nicht nur einen Bären aufbinden kann, sondern auch unzählige Yaks, ganze Vogelschwärme von Geiern oder etliche Yetis gesichtet haben will, und das glaubhaft seinen Mitspielern verklickern muss. (pen)

Den vollständigen Artikel zu den Spiele-Neuheiten des Jahres lesen Sie in unserer Februar-Ausgabe auf S.94 bis S.95.