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16.06.16

Ares: Odyssey

Die Irrfahrt des Odysseus in die Heimat ist allen bekannt. Mit Odyssey erlebt man diese Schwierigkeiten in einer spannenden Brettspielvariante mit.

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Eine antike Szenerie ziert das prächtige Cover von Odyssey.

 
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Unsere Bewertung zum Spiel Ares: Odyssey

 
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In dem beim Heidelberger Spielevertrieb erschienenem Brettspiel übernimmt eine Person die Rolle des Poseidon (Spielleiters) und agiert somit als Gegenspieler. Die übrigen schlüpfen in die Rolle von Seefahrern, die nach dem Trojanischen Krieg zurück in ihre Heimat (hier: die Heilige Insel) wollen. Nach 11 Runden endet die Irrfahrt und es entscheidet sich, wer gewinnt.

 

Der Beginn der Heimreise

In der Spielebox befinden sich vier doppelseitige Spielpläne, womit viele abwechslungsreiche Partien gewährleistet sind. Der Spieler, der Poseidon ist, bestimmt die Geschicke der Rückkehrer. Er entscheidet auch, auf welchem Meeresplan gespielt wird. Als Sichtschutz dient die Spielschachtel, die zwischen die beiden Pläne gelegt wird, wobei der Norden zur Box zeigen muss (ein Vergleich mit Schiffe versenken sei hier erlaubt). Jeder Spieler bekommt ein Schiff und eine Startposition zugewiesen und die Partie kann starten. Im Laufe der Partie sind durch Ereignisse die Positionen auf beiden Plänen unterschiedlich und nur Poseidon kennt die wahre Lage der Schiffe.

 

Land in Sicht…

Der Zug der Spieler ist bei Odyssey in Schiffsbewegung und Erkundungsphase – in beliebiger Reihenfolge – eingeteilt. Ein Schiff kann sich immer nur ein Feld weiter (auch schräg) bewegen. Der Spieler nennt Poseidon die Farbe und die Himmelsrichtung, in die er das Schiff zieht; Poseidon macht das gleiche mit dem Schiff auf seinem Spielplan. Er ist auch der einzige, der immer die genaue Position der Spieler kennt. Nach der Bewegung sagt Poseidon was sich auf dem Feld befindet (z. B. Wasser, Insel oder anderes Schiff). Im Anschluss daran gibt er Hinweise, was im Sichtbereich (in den Feldern um das Schiff) zu sehen ist. So sagt er z. B. man sieht zwei Inseln, ohne die Beschaffenheit (Wald, Fels usw.) zu nennen. Auf diese Art müssen sich die Heimkehrer orientieren, um den Weg zur Insel zu finden.

 

Ich mach, was mir gefällt

Klingt eigentlich ganz einfach, wenn Poseidon keinen Groll gegen die Seefahrer hätte. Um den Spielern den Weg zur Heiligen Insel zu verwehren, stehen dem Herrn des Meeres verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. So kann er Sturmplättchen einsetzen (zwei jeder Spielfarbe plus drei schwarze), um die einzelnen Schiffe oder alle auf ein benachbartes Feld zu stellen und so die genaue Position zu verschleiern. In der erschwerten Variante hat Poseidon zusätzlich die Möglichkeit, ein Seeungeheuer (eine Runde aussetzen), Nebelbänke (verschleiert Informationen für die Spieler) und ein Mahlstrom (Position um ein Feld verändern) einzusetzen. Dafür steht den Spielern der Leuchtturm als weiterer Orientierungspunkt zur Verfügung

 

Fazit

Die einfachen und einprägsamen Regeln von Odysseus täuschen etwas über die Komplexität und die Fähigkeit des Vorausahnens hinweg. Der Poseidon-Spieler ist in der Lage den Spielern Steine in den Weg zu legen und es liegt an der Intuition der Seefahrer, zu erahnen, welchen Zug der Gegner ausgeführt hat. Dieser Mechanismus macht den großen Reiz des Spiels aus. Eine Altersfreigabe ab 13 Jahren ist somit schlüssig. Einen kleinen Dämpfer versetzt allerdings der Preis von rund € 35, der etwas zu hoch angesiedelt ist.

 

Lob zum Spiel

  • antikes Thema schön umgesetzt
  • lädt zu mehreren Partien ein
  • abwechslungsreiche Partien

Kritik zum Spiel

  • ein etwas zu hoher Preis