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01.07.14 – ECC Köln

Thesen zur Zukunft des Handels

Online-Händler stehen genauso wie der traditionelle Handel vor großen Herausforderungen – dies prognostizieren das ECC Köln und die Managementberatung Mücke, Sturm & Company.

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Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln, sieht eine stärkere Flexibilität auf den Handel zukommen.

 
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Beide haben gemeinsam fünf Thesen zur Digitalisierung der Handelslandschaft aufgestellt und sehen bis zum Jahr 2020 dramatische Veränderungen.

«Nur Händler, die ihr Kerngeschäft um flexible Konzepte erweitern, haben zukünftig eine Chance»,

macht Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln, dem Kooperationspartner des ECC Köln, deutlich. In einer ersten These wird die Behauptung aufgestellt, dass sich rund 70% der traditionellen Händler völlig neu erfinden müssen. Dabei scheiden bis zu 30% aller stationären Outlets aus dem Markt aus. Weitere 40% werden nur überleben, wenn es ihnen gelingt, ihr Geschäftsmodell grundlegend zu verändern. Laut zweiter These werden aufgrund niedriger Margen 90% aller reinen Online-Shops nicht bestehen können – hier setzten sich nur diejenigen Konzepte durch, die Kernkompetenzen optimieren, ein klares Leistungsversprechen abgeben und dies auch dauerhaft erfüllen können.

Gewinner oder Verlierer

In einer dritten Behauptung werde ein «Next Level Cross Channeling» – intelligente und kundenorientierte Konzepte, die dem Verbraucher einen echten Mehrwert ohne Kanalbrüche bieten. Dementsprechend sind flexible und innovative Konzepte gefragt, die sich konsequent an der «Customer Journey» der Kunden (These 4) orientieren. Händler, denen es gelingt, ihr Kerngeschäft um neue und unterhaltende Konzepte zu erweitern und den Kauf zu einem Erlebnis zu machen, werden erfolgreicher sein. Durch das Internet wächst der Anteil an markenorientierten Zielkäufern.

In der fünften These heißt es laut ECC Köln, dass nur Hersteller und Händler mit starken Marken zu den Gewinnern dieser Entwicklung gehören. Seit Jahren wachsen die Online-Shops der Hersteller deutlich schneller als der Online-Handel insgesamt. So zeigt eine Untersuchung des IFH Köln, dass der Online-Handel insgesamt zwischen 2008 und 2013 um den Faktor 2,5 gewachsen ist, während die Shops der Hersteller fast eine Vervierfachung erzielen.