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16.03.17 – Interview mit Ameet-GF Günter Kopietz

„Dem Handel wird eine sehr wichtige Rolle zufallen“

Zu Jahresbginn hat der Ameet Verlag mit Schleich eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ameet-Geschäftsführer Günter Kopietz erläutert die Beweggründe.

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Sieht großes Potenzial in der Zusammenarbeit mit Schleich: Ameet-Geschäftsführer Günter Kopietz.

 

das spielzeug: Nach Lego haben Sie mit Schleich nun eine zweite starke Marke an Ihrer Seite. Wie kam es zu der Kooperation?

Günter Kopietz: Es war im Rahmen unserer Verlagsstrategie „Ameet 2020“ von Beginn an klar definiert, dass wir neben Lego eine zweite stabile Umsatzsäule benötigen, um unsere ehrgeizigen Ziele zu realisieren. Wir haben uns vorgenommen, diesen nächsten Meilenstein bereits 2017 zu erreichen und daher seit unserem Start im Sommer 2015 nicht nur unseren erfolgreichen Markteintritt im Fokus gehabt, sondern parallel den Markt nach einer attraktiven zweiten Premiummarke gescreent.

Dabei war es uns wichtig, dass wir nicht opportunistisch-aktionistisch vorgehen, sondern einen Partner finden, der nicht nur durch seine starke Marke und seinen Premiumcharakter zu uns passt, sondern von Anfang an eine strategisch-langfristig angelegte Partnerschaft anstrebt. Dass Schleich ähnliche Werte schätzt, fügt sich ebenso optimal wie der Zeitpunkt der Zusammenarbeit.

das spielzeug: Wie müssen wir uns die Zusammenarbeit vorstellen und welche Erwartungen haben Sie daran?

Günter Kopietz: Storytelling, sprich, die Zielgruppe zu inspirieren und die Spielideen zu multiplizieren, erweist sich immer mehr als Erfolgsfaktor für die Spielwarenbranche. Somit spielt der Publishing-Sektor eine zunehmend wichtige Rolle. Was ist besser dazu geeignet, die Bindung der Zielgruppe an die eigene Marke zu festigen, als beispielsweise ein gut gemachtes Beschäftigungs- oder Lesebuch zu den Lieblingsthemen der Kinder? Das Besondere an dieser strategischen Partnerschaft mit Schleich ist jedoch, dass es weit mehr sein wird, als nur das Publizieren von Kinderbüchern unter Nutzung der Schleich Marken.

Von Anfang an hat Schleich seine strategischen Überlegungen sowie seine umfangreichen Marktforschungserkenntnisse mit uns geteilt. Im Gegenzug haben wir eine sehr detaillierte Marktforschungsstudie, die wir bei Iconkids & Youth zu möglichen Schleich-Buchformaten in Auftrag gegeben haben, intensiv mit unserem Partner diskutiert – und dies bereits zu einem Zeitpunkt, als noch kein finaler Vertrag geschlossen war.

Die Partnerschaft ist also von Anfang an auf einem sehr großen Fundament des gegenseitigen Vertrauens entstanden. Wir sind fest entschlossen, auch künftig die Kompetenzen zu bündeln und alle nur möglichen Synergien zu nutzen, um den maximalen gemeinsamen Erfolg zu erzielen. Alles mit dem großen Ziel, das genau richtige Produkt für die jeweilige Zielgruppe zu entwickeln.

das spielzeug: Inwieweit unterstützen Sie den Handel beim Abverkauf?

Günter Kopietz: Wir arbeiten gerade an einem umfangreichen Marketingkonzept und selbstverständlich wird dem Handel im Rahmen unserer Multichannel-Vertriebsstrategie eine sehr wichtige Rolle zufallen. Mit unseren zahlreichen Verkaufsstellen und Blockpräsentationen, vor allem über Displays, die wir mit und für Lego erreichen konnten, haben wir die Latte der Erwartung natürlich schon ziemlich hochgelegt. Einen ähnlichen Erfolg wollen wir nun mit und für Schleich erzielen.

das spielzeug: Sie entwickeln Ihre Produkte überwiegend mit Hilfe intensiver Marktforschung und Co-Creations mit der Zielgruppe. Liegt darin Ihr Erfolgsrezept und wird das auch künftig so geschehen?

Günter Kopietz: Ja, darin liegt schon ein großer Teil unseres Erfolgs, was auch die Rückmeldungen unserer Partner widerspiegeln. Das klingt jedoch auch einfacher als es ist. Es ist längst nicht damit getan, mal eine Marktforschung zu machen, um das Gewissen zu beruhigen. Um nachhaltig erfolgreich zu sein, muss alles von einer starken Überzeugung und dem unbedingten Willen der konsequenten Umsetzung getragen sein.

Unser Qualitätsversprechen „Mit Kindern entwickelt – von Eltern getestet“ ist nicht nur eine Worthülse, sondern vielmehr Teil unserer Philosophie oder auch die strategische Positionierung unseres Verlags. Dieses Konzept werden wir deshalb weiterhin verfolgen und auch unsere neuen Buchformate mithilfe von Marktforschungen entwickeln.

das spielzeug: Für Frühjahr 2018 ist ein weiterer Programmausbau geplant. Können Sie uns hierzu schon Näheres verraten?

Günter Kopietz: Hierzu kann ich nur so viel sagen, dass „Horse Club“ eine sehr starke Marke mit einer entsprechend großen Marketingunterstützung seitens Schleich ist. Nachdem wir mit Lego bisher besonders die Jungs zum Lesen gebracht haben, ist „Horse Club“ für uns nun der Einstieg in die Mädchenwelt.

Aus der intensiven Beschäftigung mit dem Markt und vor allem mit der „Horse Club“-Zielgruppe wissen wir bereits sehr genau, welche Buchformate zum Start erscheinen werden. Mehr verraten möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Lassen Sie sich überraschen!