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06.06.18 – Hartmut Knecht, Leiter Produktion und Entwicklung Fischertechnik

Interview: Aufbruch in eine neue Dimension

In den kommenden Jahren wird das „Internet der Dinge“ das Leben der Menschen nachhaltig beeinflussen. Fischertechnik hat diesen Trend erkannt und ab Juni ein Einsteiger-Set im Angebot, das die Welt des „Internets der Dinge“ greifbar macht.

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Hartmut Knecht leitet bei Fischertechnik die Abteilung Produktion und Entwicklung. © Fischertechnik

 
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© Fischertechnik

 

das spielzeug: Wie kam es dazu, einen Baukasten „Internet of Things“ auf den Markt zu bringen?

Hartmut Knecht: Wir sind der Meinung, dass die Verbindung zwischen physischen und virtuellen Welten das Mega-Thema unserer Zeit darstellt. Statistiken zufolge wird sich die Anzahl der vernetzten Geräte bis zum Jahr 2020 nahezu verdoppeln. Fischertechnik greift in seinen Konstruktionsbaukästen traditionell zukunftsweisende Technologien auf, deren Funktionalität auf spielerische Art und Weise vermittelt wird. Nach 3D-Druckern und Robotern mit Farbsensoren gehen wir nun einen Schritt weiter: Mit dem Baukasten „Robotics TXT Smart Home“ können von überall her Daten ausgelesen und verarbeitet werden. Zum Beispiel kann man vom Urlaub aus Bewegungen im Wohnzimmer zu Hause registrieren, die Wetterlage überprüfen oder feststellen, ob die Pflanzen daheim gegossen werden müssen.

das spielzeug: Wie schätzen Sie die Zielgruppe ein, die den Baukasten erwerben wird?

Hartmut Knecht: Die Zielgruppe ist sehr heterogen: vom klassischen Fischertechnik-Fan, der einfach neugierig darauf ist, was das Team sich hat diesmal einfallen lassen, über Familien oder Einzelpersonen, die gerne ihren Feierabend mit dem Konstruieren von Modellen verbringen möchten. Oftmals wird mit unseren Produkten generationsübergreifend gearbeitet. Wir gehen aber auch davon aus, dass einige Projektteams – seien es private Interessensgruppen, Vereine oder sonstige Zusammenschlüsse – sich mit dem Baukasten in die Welt des Internets der Dinge einarbeiten. Auch für den Schulbedarf ist dieser Internet-of-Things-Baukasten interessant.

das spielzeug: Welche Plattformen nutzen Sie, um diese Technologie zu vermitteln?

Hartmut Knecht: Wir stellen auf unserem umfangreichen eLearning-Portal didaktisches Begleitmaterial bereit, das Hintergrundinformationen, verschiedene Aufgabenstellungen und Programmiertipps enthält. Darüber hinaus sind Tutorials, Videos, Animationen und Dokumentationen sowie weiterführende Informationen zum Thema oder technische Hintergrundinformationen enthalten. Man kann sich mit einem Code einloggen, der im Baukasten enthalten ist. Es gibt darüber hinaus verschiedene konkrete Informationen zum Baukasten, die wie üblich in der beigefügten Betriebsanleitung zu finden sind.

das spielzeug: Welche neuen Medien nutzen Sie zur Vorstellung?

Hartmut Knecht: Wir stellen unsere Produktneuheiten in Pressemitteilungen vor und platzieren Anzeigen. Zudem stellen wir unseren Fachhandelspartnern besondere Aktionskonzepte, Prospektmaterial und Schaufensteraktionen zur Verfügung. Auf unseren Social Media-Kanälen wie Facebook, Twitter, YouTube oder Instagram präsentieren wir unsere News ebenfalls – und es gibt des Öfteren Gelegenheit, sich aktiv zu beteiligen. Ein wichtiger Kanal ist und bleibt unser Fischertechnik Fan Club, der ja mittlerweile weltweit rund 30.000 Mitglieder zählt. Mit ihnen tauschen wir uns intensiv aus.

das spielzeug: Was tun Sie, um die Sicherheit der Daten zu gewährleisten?

Hartmut Knecht: Bei dem neuen Baukasten werden alle gesendeten Daten mit Zertifikaten verschlüsselt übertragen. Der TXT Controller ist über ein sicheres, sogenanntes Root-Passwort vor Hackerangriffen von außen bestmöglich geschützt. Werden von der Fischertechnik-Kamera Bilder aufgenommen, wird dies durch ein optisches Signal am Modell angezeigt, um zu gewährleisten, dass niemand ohne sein Einverständnis aufgenommen wird. Daten, die der einzelne Nutzer in der Cloud speichert, sind über einen persönlichen Account mit Passwortzugang geschützt und nur dem jeweiligen Benutzer zugänglich. Für personenbezogene Daten erfüllt Fischertechnik die gesetzlichen Anforderungen der neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung in vollem Umfang. Die Server, auf denen die Fischertechnik-Cloud betrieben wird, befinden sich in Deutschland. So ist gewährleistet, dass für die Speicherung der Daten die strengen europäischen Anforderungen eingehalten werden.