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01.07.14 – «Feuer & Flamme»

Die kindliche Neugierde fördern

Johann Lafer gilt, spätestens seit der Veröffentlichung des Huch! &Friends-Produktes «Feuer & Flamme», als «Sternekoch mit Spielerfahrung».

Auch ehrenamtlich engagiert sich der gebürtige Österreicher und bringt dem Nachwuchs «ein Leben für den guten Geschmack» näher.

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Mit dem Modellprojekt am Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach setzt Johann Lafer eine gesunde Schulverpflegung beispielhaft um.

 
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Der Sternekoch setzt auf einen spielerischen Umgang mit dem Thema – hier gemeinsam mit Hermann Hutter.

 
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Herr Lafer, Sie engagieren sich ehrenamtlich für eine gesunde Ernährung von Kindern. Mit dem Modellprojekt am Gymnasium am Römerkastell in Bad Kreuznach setzen Sie eine gesunde Schulverpflegung um. Was treibt Sie dabei an?

Johann Lafer: Kinder sind unsere Zukunft, da kann es nicht sein, dass man gerade sie bei der Ernährung vernachlässigt. Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden Körper, heißt es. Da ist was dran und darum möchte ich zeigen, dass es möglich ist, Kinder auch in der Schule leicht, lecker, gesund und günstig zu ernähren. Wir bereiten jeden Tag Essen für 450 Personen zu und es wird immer mehr. Weil es gut ist, weil wir die Kinder, ihre Wünsche und ihre Bedürfnisse ernst nehmen. Sie dürfen mit entscheiden, was auf den Tisch kommt und es ist erstaunlich, wie gerne Kinder Fisch und Gemüse essen, wenn man es ihnen spielerisch beibringt. Sie sind neugierig darauf und wollen wissen, was woher kommt. Natürlich mögen sie auch Pizza und Currywurst, aber auch César Salat und Ratatouille. Das geht gut, sie genießen ihre Mensa und all das, was wir gemeinsam auf den Tisch bringen. Das fördert Konzentration, Gemeinsamkeit, Respekt vor Natur und Lebensmitteln und guten Geschmack.

Ab welchem Alter macht es Sinn, Kinder mit dem Thema «Kochen und Ernährung» vertraut zu machen?

Johann Lafer: So früh wie möglich – sie essen schließlich ihr Leben lang. Je natürlicher sie mit einem breiten Spektrum an Lebensmitteln aufwachsen und sehen, was die Natur uns schenkt, desto besser ihr Verhältnis zu gesunder Ernährung. Besuche bei Bauern auf dem Feld und ihren Marktständen, das Zuschauen beim Kochen und dabei mithelfen zu dürfen, sie naschen lassen und ihnen dabei erklären und zeigen, was alles zum Beispiel aus einer Kartoffel gemacht werden kann, fördert ihre Neugier auf die Lebensmittel – und den eigenen Geschmack. Ein Kind sollte sehen, dass Milch von der Kuh und nicht aus der Tüte kommt, dass Apfelmus aus reifen Äpfeln gemacht wird, und Ketchup auch selbst gemacht werden kann – aus frischen Tomaten. Die natürliche Neugierde sollte man fördern.

Gemeinsam mit Huch! &Friends haben Sie im vergangenen Frühjahr das Spiel «Feuer & Flamme» auf den Markt gebracht, zuvor gab es die ‘Welt der guten Küche‘ – helfen derartige Produkte, das Thema interessanter zu gestalten?

Ja, natürlich. Der spielerische Umgang mit Lebensmitteln macht Lust darauf, etwas auszuprobieren. Was man als Spielzeug mag, mag man auch mit natürlichen Produkten. Man lernt etwas, kann lachen und beschäftigt sich gleichzeitig mit Küche und Kochen. Spiele sind wichtig und für mich sind sie Teil davon, sich bewusst und gesund zu ernähren.

Können Sie sich weitere Projekte im Spielebereich vorstellen?

Johann Lafer: Das ist durchaus denkbar – Spiele sind wichtig, denn sie fördern die Neugierde, den sozialen Zusammenhalt, die Geschicklichkeit, gute Laune und den Genuss. All das sind Faktoren, die zu einem gesünderen und ausgewogenerem Leben führen.

Mittlerweile sind diverse Spielwaren im Handel, die den jüngeren Kindern das Thema näherbringen sollen – inwieweit halten Sie diese für geeignet?

Johann Lafer: Alles, was dazu geeignet ist, Kindern Freude zu machen und ihr Interesse an Ernährung und selber kochen zu wecken, ist gut. Die Spielwaren allein sind natürlich nur ein Teil vom Ganzen. Ideal ist es, wenn die Kinder dann auch gemeinsam mit ihren Eltern, Geschwistern und Freunden sanft an dem Umgang mit echten Lebensmitteln geführt werden. Dafür sind Eltern ebenso gefragt wie Kindergärtner, Lehrer und Schulen.