29.04.26 – Bei Hutter im Vertrieb
„Donuts“ von Huch!
Kleine Schachtel, großer Denkspaß: Mit „Donuts“ bringt Bruno Cathala ein weiteres kompaktes Duellspiel auf den Tisch, das auf den ersten Blick harmlos wirkt, sich dann aber schnell als überraschend knifflig entpuppt.
Das Ziel klingt simpel: Fünf eigene Donuts in eine Reihe bringen. Doch der Weg dahin ist alles andere als zuckersüß. Der Clou von „Donuts“ liegt in der Einschränkung: Jeder Zug bestimmt, wo der Gegner seinen nächsten Donut platzieren darf. Dadurch entsteht ein permanentes Wechselspiel aus Angriff und Verteidigung. Zusätzlich sorgen Umdrehmechaniken – benachbarte Donuts wechseln die Farbe – für unerwartete Wendungen. Wer hier unüberlegt legt, hilft oft dem Gegenüber mehr als sich selbst.
Schon nach wenigen Zügen wird klar: „Donuts“ ist kein lockeres Legespiel, sondern ein taktisches Kräftemessen. Es erinnert in seiner Konsequenz fast an abstrakte Klassiker wie Schach oder Vier gewinnt, bleibt dabei aber zugänglicher und deutlich schneller. Jede Partie dauert etwa 15 Minuten, bietet aber genug Tiefe für Revanchen. Die Gestaltung von Philippe Nourha ist farbenfroh und ansprechend. Die Donuts sind übersichtlich gestaltet und funktional – hier steht klar das Spiel im Vordergrund. Das Thema ist eher schmückendes Beiwerk, trägt aber zur Zugänglichkeit bei. Dank einfacher Regeln eignet sich „Donuts“ bereits ab acht Jahren. Gleichzeitig bietet es genug taktische Tiefe, um auch Erwachsene zu fordern. Besonders für zwei Personen, die kurze, intensive Duelle mögen, ist es ideal.
Unser Fazit
„Donuts“ von Huch! überzeugt als cleveres, schnelles Zweipersonenspiel mit überraschend viel strategischer Tiefe. Hinter der süßen Optik verbirgt sich ein anspruchsvolles Denkspiel, das immer wieder auf den Tisch kommen dürfte.




