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22.09.17 – Schatzexpedition für 2-4 Abenteurer

Ravensburger: Wettlauf nach El Dorado

Auf der Suche nach verloren geglaubten Schätzen begeben sich bis zu vier Forscherteams auf die Reise zur legendären Stadt aus Gold: El Dorado.

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Egal, ob im leicht abgewandelten Zweispieler-Modus oder mit drei bzw. vier Spielern – „El Dorado“ bleibt kurzweilig. © Ravensburger

 
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Unsere Bewertung zum Spiel. © P. Tonn

 
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„Wettlauf nach El Dorado“ entstammt der Feder von Erfolgsautor Reiner Knizia und dem Pinsel von Franz Vohwinkel. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass der Titel zum „Spiel des Jahres 2017“ nominiert wurde. Das Spiel vereint die leicht verständlichen Grundregeln eines Brettspiels mit der strategischen Vielfalt eines Deckbuilding Games zu einem kurzweiligen und stimmigen Gesamtpaket.

 

Karten statt Würfel

Klassischerweise bewegen sich die Figuren in einem Brettspiel mithilfe von Würfeln. Der „Wettlauf nach Eldorado“ entscheidet sich hingegen über Karten, die sich jeder Spieler selbst zusammenstellt.

Zunächst bestehen alle Decks aus denselben acht Karten: einem Matrosen für den Seeweg (blaue Felder), drei Forschern, die sich mit ihren Macheten durch das Dschungeldickicht (grüne Felder) schlagen, und vier Reisenden, die über die nötigen Geldmittel verfügen, um Dörfer und Siedlungen (gelbe Felder) zu passieren. Wer z. B. die Matrosen-Karte mit einem Paddelsymbol ausspielt, kann auf ein blaues Feld vorrücken, das ebenfalls nicht mehr als ein Paddelsymbol aufweist.

Im Laufe des Spiels versucht jeder Spieler, sein Deck zu optimieren, indem er stärkere Expeditions- und Aktionskarten aus der Markt-Auslage kauft. Alle Karten lassen sich ihrem Wert entsprechend gegen die dafür erforderlichen Münzen eintauschen.

Die am besten ausbalancierte Expedition (= das beste Deck) ermöglicht es dem vorausschauenden Schatzsucher, mit seiner Figur die verschiedenen Geländetypen zu überwinden und schließlich El Dorado als Erster zu erreichen.

 

Tausend Wege führen zum Gold

Jeder „Wettlauf nach El Dorado“ ist anders, da man erstens nie dieselben Karten in derselben Reihenfolge zieht und da zweitens mehrere Strecken zur Auswahl stehen. Zusätzlich zur Startvariante sind weitere sechs Strecken unterschiedlicher Schwierigkeitsstufen vorgegeben.

Besonders kreative Abenteurer können sich jedoch auch ihren ganz eigenen Weg nach El Dorado bahnen, indem sie die beidseitig bedruckten Geländetafeln und -streifen sowie Blockaden individuell zusammensetzen.

Noch interessanter wird es mit den Höhlen-Plättchen, die optional auf wenige Felder verteilt werden. Zieht eine Figur auf ein Feld, das an eine Höhle grenzt, erforscht sie diese. Der Spieler erhält daraufhin das Plättchen, das ihm – genau wie die Spielkarten – einen Vorteil bringt.

 

Fazit

„Wettlauf nach El Dorado“ zählt zu jener Gattung von Spielen, deren Grundregeln man in kürzester Zeit erlernt, um dann langfristig die vielfältigen Strategien zu verfeinern. Egal, ob im leicht abgewandelten Zweispieler-Modus oder mit drei bzw. vier Spielern – das Spiel bleibt kurzweilig und spannend. Der Wiederspielwert erhöht sich zudem durch individuell kombinierbare Geländetafeln und Höhlen-Plättchen, sodass sich die (Neu-)Entdeckung der goldenen Stadt immer wieder lohnt.

 

Lob zum Spiel

+ überschaubare und leicht zugängliche Regeln

+ gelungene Verschmelzung von Brett- und Deckbuilding-Spiel

+ hoher Wiederspielwert durch variable Strecken