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05.05.17 – Kartenprügler für 2 Kampfkünstler

Sirlin Games/Pegasus: Yomi

Im „Fantasy Strike“-Turnier treten die besten Kämpfer des Königreichs gegeneinander an. „Yomi“ bringt den Wettbewerb aus dem Video- ins Kartenspiel.

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Im „Yomi Starter-Set“ treten die Kämpfer „Grave“ und „Jaina“ gegeneinander an. © Patrick Tonn

 
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Unsere Bewertung zum Spiel Yomi

 
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Eines der ältesten Computerspiel-Genres – das Beat-’em-up – fordert mindestens zwei Spieler zum Kampfduell heraus. Um als Sieger daraus hervorzugehen, müssen die Kontrahenten zur richtigen Zeit bestimmte Tastenkombinationen in ihre Controller hämmern, um ihre mächtigsten „Moves“ zu entfesseln. „Yomi“ übersetzt dieses Genre in ein dynamisches und strategisches Kartenspiel für Zwei.

 

Schere, Stein, Papier und Faust!

In seinem Kern funktioniert „Yomi“ nach einem einfachen Schere-Stein-Papier-Prinzip: Blocks und Konter schlagen Angriffe schlagen Würfe schlagen Blocks und Konter. Jedes Charakterdeck beinhaltet 52 Karten, die unterschiedliche Versionen dieser „Moves“ eines Kämpfers repräsentieren.

Die Spieler legen in jeder simultan ablaufenden Runde eine ihrer Karten verdeckt vor sich ab und decken sie gleichzeitig auf. Nach dem Angriff-Wurf-Block-Prinzip entscheidet sich dann, welcher Kämpfer den Schlagabtausch gewinnt und ggf. Schaden zufügt. Dieser steht bei Würfen und Angriffen in der oberen rechten Kartenecke und wird von den Lebenspunkten des Unterlegenen abgezogen. Fallen diese auf Null, bedeutet das die Niederlage.

Das „Yomi Starter-Set“ enthält neben den beiden Einsteiger-Decks „Grave“ und „Jaina“ sowie einer ausführlichen Anleitung auch zwei Lebenspunkteanzeiger. Aufgrund der relativ komplexen Regeln empfiehlt es sich, mit dem Grundspiel zu beginnen und sich mit allen Spielmechanismen vertraut zu machen. Anschließend lassen sich mit den zahlreichen Charakter-Decks weitere Strategien ausprobieren.

 

Ring frei für neue Kämpfer

„Yomi“ ist eines dieser Kartenspiele, die mit der Zeit wachsen. Das Starter-Set bietet zwar alles, was zum Spielen benötigt wird, doch liegt ein besonderer Reiz vor allem darin, auch in die Rollen der übrigen 18 Turnierkämpfer zu schlüpfen.

Derzeit sind sechs Charakter-Decks im Pegasus-Vertrieb erhältlich – darunter z. B. „Lum, Pokernder Panda“ oder „Rook, Steingolem“. Jeder dieser Kämpfer verfügt über ein individuelles Repertoire an Kampfaktionen, die sich auch in den einzigartigen Karten des jeweiligen Decks widerspiegeln. Das ermöglicht und erfordert ganz unterschiedliche Spielstile und Kampfstrategien, was das Gameplay frisch hält.

 

Fazit

Aufgrund seiner Videospiel-Wurzeln spricht „Yomi“ gleichermaßen Gamer als auch Fans komplexerer Kartenspiele an. Einsteiger benötigen eine gewisse Eingewöhnungsphase, bis sie sämtliche Spielmechaniken verinnerlicht haben. Dann werden sie jedoch mit einer abwechslungsreichen und taktisch anspruchsvollen Spielerfahrung belohnt. Mit insgesamt 20 verschiedenen Kämpfern im „Fantasy Strike“-Universum hält die Zukunft von „Yomi“ wohl noch einige Charakter-Decks bereit.

 

Lob zum Spiel

+ schöne Karten-Artworks besonders für Manga-Fans

+ Charakter-Decks ermöglichen unterschiedliche Spielstile

+ Kundenbindung durch wachsende Zahl an Decks

 

Kritik zum Spiel

– aufgrund relativ komplexer Regeln erscheint die Altersempfehlung ab acht Jahren unrealistisch