28.06.18 – Bitkom-Studie

Deutsche beim Bezahlen (noch) konservativ

Bei der Mehrheit der Verbraucher ist das Smartphone immer mit dabei. Beim Bezahlen an der Kasse bleibt es allerdings meist in der Tasche, wie aus einer telefonischen Bitkom-Befragung unter 1006 Bundesbürgern ab 14 Jahren hervorgeht.

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Beim Geld sind die Deutschen laut Bitkom-Präsident Achim Berg noch sehr vorsichtig und konservativ eingestellt. © Bitkom

 

Drei von fünf Smartphone-Nutzern (59 %) greifen beim Bezahlen nie zu ihrem mobilen Gerät. 18 % gaben an, dass sie häufig oder manchmal mit ihrem Handy die Rechnung kontaktlos über die sogenannte NFC-Schnittstelle begleichen, weitere 8 % tun dies selten. 18 % der Bundesbürger verwenden häufig oder manchmal QR-Codes oder entsprechende Apps beim Bezahlen, 4 % tun dies selten. „Das Smartphone ist dank der NFC-Technologie ideal geeignet, um bargeldlos zu bezahlen. Ebenso wie beim kontaktlosen Bezahlen mit Kreditkarte lässt sich der Rechnungsbetrag in Sekundenschnelle begleichen. Zugleich kann der Bezahlvorgang etwa dank des Fingerabdruckscanners des Smartphones noch sicherer und komfortabler gestaltet werden“, erläutert Bitkom-Präsident Achim Berg.

Deutsche noch zurückhaltend

Im Vergleich zu den Nachbarländern – u. a. Dänemark – zeigen sich die Deutschen noch verhalten. Personen, die auf das Bezahlen mit dem Smartphone grundsätzlich verzichten, nennen als Hauptgrund Sicherheitsbedenken. Sechs von zehn Deutschen (61 %) sagen, dass Hacker auf diese Weise auf ihr Konto zugreifen könnten. 30 % geben an, der Bezahlvorgang mit dem Smartphone sei ihnen zu kompliziert und 13 % finden, das Bezahlen mit dem Smartphone dauere zu lange. 8 % bemängeln, dass die Mitarbeiter an den Kassen mit diesem Vorgang nicht vertraut seien. 6 % sagen, dass in den von ihnen besuchten Geschäften ein Bezahlen mit Smartphone nicht möglich sei. „Wenn es um Geld geht, sind die Kunden in Deutschland traditionell sehr vorsichtig und eher konservativ eingestellt. Wir erleben aber derzeit, wie sich die Finanz- und Bankenlandschaft grundlegend verändert. Das wird auch die Art und Weise verändern, wie wir im Geschäft bezahlen“, so Achim Berg.