04.02.26 – Werksschließung

Playmobil schließt Produktionsstandort Dietenhofen

Die Horst-Brandstätter-Group plant die Schließung ihres Playmobil-Werks in Dietenhofen im Landkreis Ansbach. Von der Maßnahme sind rund 350 Beschäftigte betroffen.

Lechuza-Brandstaetter-Gruppe-Firmenzentrale-Copyright-Lechuza.jpg

Der Verwaltungsstandort in Zirndorf ist nicht betroffen.

 

Die Horst-Brandstätter-Group, zu der Playmobil gehört, teilte gestern mit, dass die Produktion bis Ende Juni 2026 schrittweise auf andere Standorte verlagert werden soll. In dem Werk in Dietenhofen wurden bislang die bekannten Playmobil-Figuren hergestellt. Als Grund für die Entscheidung nennt das Unternehmen gestiegene Produktionskosten in Deutschland. Die geplante Umstrukturierung sei Teil einer strategischen Neuausrichtung mit dem Ziel, konzerninterne Synergien besser zu nutzen.

Verhandlungen zwischen Leitung und Betriebsrat geplant

Die Belegschaft wurde nach Unternehmensangaben in einer außerordentlichen Mitarbeiterversammlung über die Schließungspläne und die damit verbundenen Kündigungen informiert. Die Geschäftsleitung kündigte an, gemeinsam mit dem Betriebsrat über eine sozialverträgliche Umsetzung der Maßnahmen verhandeln zu wollen. Nicht betroffen von der Entscheidung sind die Logistikstandorte in Herrieden sowie der Verwaltungsstandort in Zirndorf.

Gewerkschaft kritisiert Entscheidung

Kritik an der Schließung kommt von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE). Sie sieht die Verantwortung für die aktuelle Situation beim Management des Unternehmens und fordert Gespräche über die Zukunft der Playmobil-Produktion in Deutschland. Nach Angaben der Gewerkschaft hätten frühere Aussagen des Unternehmens eine vollständige Aufgabe des Standorts Dietenhofen nicht erwarten lassen. Die IGBCE und der Betriebsrat kündigten an, sich für ergebnisoffene Verhandlungen zum Fortbestand der Produktion in Deutschland einzusetzen.

(Quelle: br.de)

Weitere Artikel zu: