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20.12.17 – Payment systems

Zur Kasse, bitte

Der Kunde von heute möchte, dass es an der Kasse schnell geht – egal, ob er im Ladengeschäft oder im Internet einkauft.

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Löst Mobile Payment in Zukunft das Zahlen mit Giro- oder Kreditkarten ab?

 

„Händler können über Social Media oder Marketing eine noch so gute Auffindbarkeit und Präsenz im Internet erzeugen. Wenn aber der Kaufvorgang nicht beendet wird, waren alle Bemühungen in der Hälfte der sogenannten Costumer Journey umsonst. Deshalb lohnt ein Blick auf das eigene Paymentangebot“, bringt es Dr. Danielle Borowski, Referentin Wirtschaft und Verbraucherpolitik beim Handelsverband Bayern gegenüber dem Magazin Der Handel auf den Punkt.

Der Fachhandel muss den Bezahlvorgang für die Verbraucher so bequem, schnell und sicher wie möglich machen. Dafür gibt es aber keine Standardlösung – je nach Kundenstamm sollten Händler individuell entscheiden, welche Methoden für sie in Frage kommen.

Kontaktloses Zahlen auf dem Vormarsch?

Das Zahlen mit Giro- oder Kreditkarte per NFC-Funktechnologie – also das Zahlen, ohne die Karte in einen Kartenleser stecken zu müssen – ist in aller Munde. Immer mehr große Ketten wie Rewe, Lidl oder Rossmann werben damit. Viele Karten sind jetzt schon NFC-fähig, zudem arbeiten die Banken daran, nach und nach alle Kunden mit dieser Technologie auszustatten.

NFC gilt als Vorstufe des Mobile Payments – also des Bezahlens mit dem Smartphone. Jedoch zeigt eine Umfrage von Deloitte, dass Mobile Payment in der Bundesrepublik nach wie vor misstrauisch aufgenommen wird: Nur 4 % der Deutschen möchten im Geschäft gerne mit ihrem Smartphone bezahlen. Zwar sehen manche Händler dennoch Chancen, Mobile Payment in der Zukunft zu etablieren, andere sehen die Sache aber kritisch: Schon bei der Zahlung mit NFC ließe sich beobachten, dass viele Kunden skeptisch sind. Es herrsche Verunsicherung bezüglich der Datensicherheit.

Eine neue Alternative

Möglicherweise braucht Mobile Payment ja einfach nur Starthilfe aus einer anderen Richtung? Künftig soll Sepa Instant Payment unbare Kauferlöse ermöglichen – und das in Echtzeit. Istant Payment ist laut EHI-Magazin eine elektronische, multikanalfähige Zahlungslösung, die rund um die Uhr zur Verfügung steht. Während andere Methoden die Ausführung der Zahlung lediglich ankündigen und gegebenenfalls garantieren, kann der Empfänger mithilfe von Instant Payment innerhalb von wenigen Sekunden über den Betrag verfügen.

Den Kunden dürfte vor allem die Zeitersparnis erfreuen: Ein Zahlungsvorgang soll nicht länger als 15 bis 20 Sekunden dauern. Für Händler ergeben sich aus dieser Methode gleich zwei Vorteile: Zum einen ist die Transaktion für sie besonders sicher, da das Geld ihnen sofort zur Verfügung steht. Außerdem kann so auf zwischengeschaltete Dienstleister für eine Zahlungsgarantie verzichtet werden – so lassen sich Kosten sparen. Bevor diese Zahlungsmethode aber reibungslos funktioniert, bedarf es noch einer Vielzahl von Standardisierungen. Ob Instant Payment dann von den Kunden besser angenommen wird als NFC, bleibt abzuwarten.

Präferenzen im Web

Wer einen erfolgreichen Online-Shop führen will, sollte auf jeden Fall auch auf PayPal setzen – laut einer aktuellen ECC-Payment-Studie gehört es neben dem Kauf auf Rechnung zu den beliebtesten Zahlungsverfahren im Netz. Kreditkarten belegen hier nur den vierten Platz – obwohl die Kunden es schätzen, dass diese sich international und kanalübergreifend nutzen lassen. Grund dafür sind Bedenken, was die Punkte Sicherheit und Kostenfreiheit angeht.