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08.08.17 – Kinder-Medien-Studie 2017

Gedrucktes ist nach wie vor oben auf

Welche Medien nutzen die 7,17 Mio. Kinder zwischen vier und 13 Jahren in Deutschland? Die Antwort liefert die aktuelle Kinder-Medien-Studie 2017.

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Der Reiz des Gedruckten bleibt auch im Zeitalter der Digitalisierung bestehen. © Pixabay

 

Die neue Kinder-Medien-Studie der sechs Verlage Blue Ocean Entertainment, Egmont Ehapa Media, Gruner + Jahr, Panini Verlag, Spiegel-Verlag und Zeit Verlag beleuchtet außerdem, wie und wie oft sie diese Medien nutzen, wie sie generell ihre Freizeit gestalten, ob es Unterschiede im Online- und Offline-Verhalten gibt und welche Rollen Eltern und Freunde spielen.

 

Für die Studie wurden 1647 Doppelinterviews mit jeweils einem Kind im Alter von sechs bis 13 Jahren und einem Erziehungsberechtigten sowie 394 Interviews mit einem Erziehungsberechtigten für die Vier- und Fünfjährigen geführt. Die Antworten ergeben ein detailliertes Bild der Lebensrealität der 5,79 Mio. Sechs- bis 13-Jährigen sowie der 1,38 Millionen vier- und fünfjährigen Vorschüler in Deutschland.

 

Eines der zahlreichen Ergebnisse ist, dass 72 % aller deutschen Kinder zwischen vier und 13 Jahren auch im digitalen Zeitalter mehrmals pro Woche von Papier lesen. 61 % der Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren schauen mehrmals pro Woche in Bücher, 55 % lesen Kinderzeitschriften und Comics. Damit liegt das klassische Lesen gleichauf mit Freizeitbeschäftigungen wie Internet und Apps nutzen (62 %) – und deutlich vor digitalen Unterhaltungsformen wie YouTube (34 %), Spielekonsolen (28 %) oder DVDs und Blu-Rays (15 %).

 

Interessen der Vorschulkinder

Im Vorschulalter (vier und fünf Jahre) spielen Internet/Apps (4 %) und YouTube (9 %) praktisch noch keine Rolle. Neben Fernsehen (93 %) und Radio (41 %) sind es auch hier vor allem Printmedien wie Bücher (68 %), Kinderzeitschriften und Comics (44 %), mit denen sich der ganz junge Nachwuchs mehrheitlich auseinandersetzt.

 

Kinder bleiben in ihrer Freizeit auch gerne offline

Sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen werden Aktivitäten wie „Mit Freunden zusammen sein“ und „Im Freien spielen“ bevorzugt genannt. Bei den jüngeren Mädchen (bis neun Jahre) kommen Puppen und Stofftiere als Spielobjekte hinzu, bei den Jungen im gleichen Alter Konstruktionsspielzeuge und Spielfiguren in ihren Spielwelten. Später, zwischen zehn und 13 Jahren, wird für die Jungen „Sport treiben“ relevant, für beide Geschlechter zudem „Chillen und Ausruhen“.

Ohne Smartphone geht es (doch) nicht

37 % der Sechs- bis Neunjährigen besitzen bereits ein eigenes Smartphone oder Handy. Bei den Zehn- bis 13-Jährigen haben 84 % ihr eigenes mobiles Endgerät. Unabhängig vom eigenen Handy verschicken die meisten Zehn- bis 13-Jährigen SMS (61 %) oder WhatsApp-Nachrichten (68 %), wobei die Nutzung dieser Kommunikationskanäle mit zunehmendem Alter steigt. Auf Social-Media-Plattformen wie Facebook ist dagegen nur eine Minderheit (29 %) der zehn- bis 13-jährigen Kinder in Deutschland vertreten.

 

Weitere Ergebnisse sowie ausführliche Infos und Statements zur Kinder-Medien-Studie finden Sie in unserer September-Ausgabe, die Sie hier bestellen können.